St. Patrick's Day in den USA

Am 17. März erstrahlt Amerika grün: St. Patrick’s Day wird mit Paraden, Mottoparties und literweise gefärbtem Bier gefeiert. Wir erklären, was es mit der irischen Tradition in den USA auf sich hat und wo du den St. Patrick’s Day am besten feiern kannst.

Ursprung des St. Patrick's Day

Der St. Patrick’s Day war ursprünglich ein religiöses Fest zu Ehren des Heiligen Patrick, des Schutzpatrons von Irland. Der nach ihm benannte Tag wurde in Irland traditionell eher ruhig und im Kreise der Familie gefeiert.

Mit den irischen Einwanderern kam St. Patrick’s Day in die Vereinigten Staaten und entwickelte sich getreu dem amerikanischen Motto „bigger is better” zu einem der beliebtesten Feiertage der USA.

St. Patrick’s Day hat in den USA viele Spitznamen und wird oft auch „Paddy’s Day”, „St. Paddy’s”, „St. Patty’s” oder einfach kurz „St. Patrick’s” genannt. Wenn du einen waschechten Iren fragst, dann wird er dir wahrscheinlich „Paddy’s Day” als einzige akzeptable Abkürzung nennen.

St. Patrick's Day in den USA

Warum wird an „Paddy’s Day” grün getragen?

Am irischen Nationalfeiertag kleiden sich die US-Amerikaner grün — entweder von Kopf bis Fuß oder wenigstens in Form eines Kleidungsstücks. Sogar Essen und Getränke werden mithilfe von Lebensmittelfarbe in knallgrün serviert.

Der Ursprung dieser Tradition soll in der Irischen Rebellion im Jahre 1798 liegen, während der das Tragen von Kleeblättern und grüner Kleidung zu einem Symbol der nationalen Zugehörigkeit geworden war.

Kleeblätter und Kobolde am St. Patrick’s Day

Das dreiblättrige Kleeblatt (auch „Shamrock” genannt) ist das inoffizielle Nationalsymbol Irlands und darf in keiner St. Patrick’s Day-Dekoration fehlen. Von der Shamrock-Brille bis zu kleeblattförmigen Festwagen auf den unzähligen St. Patrick’s Day-Paraden wirst du es am 17. März sehr häufig sehen.

Außerdem wirst du an vielen Stellen einem grün gekleideten Kobold begegnen: dem Leprechaun. Er ist ein Geschöpf der irischen Mythologie und bewacht — so der Mythos — das Gold am Ende des Regenbogens.

St. Patrick’s Day feiern in den USA

In den Vereinigten Staaten wird der St. Patrick's Day nicht nur in Bars und Irish Pubs begangen, sondern überall auf den Straßen. So finden in diversen Städten der USA sensationelle Paraden, Events und irische Mottopartys statt.

Wenn du auf der Suche nach der besten Veranstaltung am St. Patrick’s Day bist, dann solltest du die irischen Hochburgen der USA besuchen: Boston, New York und Chicago! Aber auch in Städten wie z. B. New Orleans in Louisiana, San Antonio in Texas oder Philadelphia in Pennsylvania gibt es tolle Paraden und Events.

Die jährlichen Feierlichkeiten zum St. Patrick’s Day beginnen — je nach Stadt— teilweise schon am 12. März und finden zwischen dem 17. und 20. März ihren krönenden Abschluss.

Zum St. Patrick’s Day in die USA
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St. Patrick’s Day in New York

Die New Yorker Parade zum St. Patrick's Day ist nicht nur die größte, sondern auch eine der traditionsreichsten Paraden in Amerika. Etwa fünf Stunden dauert es, bis der gigantische Festzug entlang der Fifth Avenue an den rund 2 Millionen Zuschauern vorbeigezogen ist.

St. Patrick’s Day in Boston

In Boston, der „irischen Hauptstadt der USA“, stammen rund 23 % der Bevölkerung von Einwanderern aus Irland ab. Voller Stolz organisiert die Stadt deshalb jedes Jahr eine große Parade, bei der rund eine Million Zuschauer die Straßen von Boston säumen.

St. Patrick’s Day in Chicago

Die Großstadt Chicago im US-Bundesstaat Illinois ist für ein besonderes St.-Patricks-Day-Spektakel bekannt: Seit 1962 wird das Wasser des Chicago River ein paar Tage vor St. Patrick's Day giftgrün gefärbt.

Tausende von Zuschauern versammeln sich jedes Jahr in der Stadt, um dieses Event und die anschließende Parade zu verfolgen. Dieses Jahr stand das Farbenspektakel in Chicago am 11. März im Kalender.

St. Patrick's Day in Chicago

St. Patrick’s Day in San Antonio

Im texanischen San Antonio wird genau wie in Chicago der Fluss grün gefärbt, doch die Farbe hält hier wegen des langsam fließenden San Antonio River wesentlich länger. Entlang des Ufers tobt die Menge, wenn die legendäre St. Patrick's Day River Parade die vier Kilometer lange Promenade entlang schreitet.

St. Patrick’s Day in Savannah

Auch in Savannah im Bundesstaat Georgia fließt rund um den St. Patrick’s Day grünes Wasser — zumindest im Stadtbrunnen. Und auch die St. Patrick's Day-Parade in Savannah zählt zu den größten Festzügen der Vereinigten Staaten. Mehr als 400.000 Menschen sind Jahr für Jahr dabei.

St. Patrick’s Day in Ohio

Die Miami University mit Sitz in Oxford, Ohio ist der Begründer der legendären „Green Beer”-Tradition. Noch heute eröffnen die Studierenden mit dem gefärbten Gesöff ihre Spring Break Festivitäten — eine einmalige Party, die du gesehen haben musst!

St. Patrick’s Day in Pittsburgh

Die St. Patrick’s Day-Parade in Pittsburgh zieht jedes Jahr 500.000 Zuschauer an. Besucher werden hier Zeugen einer ganz besonderen Ausnahme: Von 14:00 bis 17:30 Uhr drückt das Pittsburgh Police Department ganz offiziell ein Auge zu, wenn auf öffentlichen Straßen Alkohol konsumiert wird. Dies ist sonst fast überall in den USA ein absolutes No-Go.

St. Patrick's Day Fun Facts

Diese Fakten rund um den St. Patrick’s Day in den USA kanntest du bestimmt noch nicht:

  • Die eigentliche Farbe des Heiligen Patrick ist nicht grün, sondern blau.
  • Wer am St. Patrick’s Day keine grüne Kleidung trägt, darf nach alter Tradition von allen gezwickt und gekniffen werden.
  • Das Tragen von grüner Kleidung macht dich für Kobolde unsichtbar. Das besagt zumindest ein alter irischer Glaube.
  • Der St. Patrick's Day ist auf Platz vier der Tage, an denen in den USA der meiste Alkohol konsumiert wird — nach Silvester, Weihnachten und dem Nationalfeiertag am 4. Juli.
  • Die erste St. Patrick’s Day Parade fand nicht in Irland, sondern im Jahr 1737 in Boston statt.
  • Der nördliche Brunnen des Weißen Hauses wird seit 2009 jedes Jahr zum St. Patrick's Day grün eingefärbt.
  • Mehr als 34 Millionen Amerikaner haben irische Wurzeln. Das entspricht dem 7-Fachen der aktuellen Bevölkerung Irlands.
  • St. Patrick ist kein gebürtiger Ire! Der Überlieferung nach wurde er gegen Ende des 4. Jahrhunderts im Römischen Britannien geboren.
  • Einer irischen Legende zufolge war der Vorname des Heiligen gar nicht Patrick, sondern Maewyn. Erst nachdem er zum Priester geweiht wurde, soll er sich Patricius genannt haben.

Willst du noch mehr über die Feiertage in den USA erfahren? Dann werden dir unsere Fakten und Tipps zu Ostern in Amerika und dem Unabhängigkeitstag am 4. Juli bestimmt gefallen!

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