Texas

Texas

Texas liegt im mittleren Süden der Vereinigten Staaten von Amerika und ist neben Vermont der einzige US-Staat, der vor seiner US-Zugehörigkeit eine unabhängige Republik war. Texas ist flächenmäßig gesehen auf Rang zwei - nach Alaska - und hat die zweitgrößte Bevölkerungszahl nach Kalifornien.
Hauptstadt Texas' ist Austin mit 865.504 (Stand: 2014). 254 Counties hat Texas, und liegt somit auf Rang eins der County-reichsten Staaten der USA.

Mexiko und Texas: Kriegerische Auseinandersetzungen

Vor mehr als 11.000 Jahren erreichten die ersten Indianer das Gebiet am Golf von Mexiko. Drei Kulturen waren vorherrschend: die Pueblo um den oberen Rio Grande, die Mound Builder am Mississippi, deren Einfluss bis in den Osten Texas' reichte und zu guter letzt die Kulturen Mesoamerikas, deren Schwerpunkt südlich von Texas lag.
Von der Bundesregierung werden heute nur drei Stämme anerkannt: Die Alabama-Coushatta (entstanden durch die Vereinigung der Alabama und Coushatta Gruppen), die Kickapoo Traditional Tribe of Texas am Rio Grande im Maverick County, und die Ysleta del Sur Pueblo in El Paso und Socorro. Diese Gruppen wurden in den 1960er und 70er Jahren anerkannt. Ebenso gibt es noch die südtexanische Untergruppe des Kickapoo Tribe of Oklahoma, die 1839 von der Republik Texas nach Mexiko vertrieben wurden. Am 2. März 1836 riefen die Texaner die unabhängige Republik Texas aus und ernannten General Sam Housten zum militärischen Oberbefehlshaber.
Der mexikanische General Santa Anna besetzte im Zuge der Feindseligkeiten die Hauptstadt Texas. Nach 13tägiger Belagerung wurde die Missionsstadt Alamo von den Mexikanern am 6. März 1836 eingenommen, doch am 21. April 1836 wurden die mexikanischen Truppen (ca. 1.600 Soldaten) in der Schlacht von San Jacinto unter der Führung von Sam Houston überraschend geschlagen. General Santa Anna geriet dabei in Gefangenschaft und weitere Ausmärsche der Mexikaner in den folgenden Jahren scheiterten.

General Sam Houston: erster Präsident der Republik Texas

Frankreich und das Vereinigte Königreich erkannten Texas am 23. November 1839 bzw. 14. November 1841 als unabhängige Republik an.
Der erste Präsident dieser independenten Republik wurde General Sam Houston, der mit Unterbrechung bis kurz vor dem Zusammenschluss mit den USA das Präsidentschaftsamt besaß. Sam Houston war von 1856 bis 1861 Gouverneur des US-Bundesstaates. Doch die Mehrheit der Texaner verlangte den Anschluss an die USA. So wurde Texas am 19. Februar 1845 an die USA angeschlossen, was am 1. März 1845 dann schlussendlich vom US-Kongress gebilligt wurde. Über die förmliche Aufnahme in den Staatenbund am 29. Dezember 1845, entbrannte 1846 der mexikanisch-amerikanische Krieg, der am 2. Februar 1848 mit dem Vetrag von „Guadalupe Hidalgo" beendet wurde. Mexiko verzichtete auf seine Ansprüche an Texas und auch auf das Gebiet zwischen dem Rio Grande und dem Nueces River. In einem Beschluss von der texanischen Regierung an die USA vom 7. September 1850 wurde ein Teil des Gebiets an New Mexico abgetreten, welches als Territorium an die Union angegliedert worden war.

Den US-Bundesstaat Texas haben im Wesentlichen deutsche Einwanderer geprägt. 1834 begann die organisierte deutsche Einwanderung, welche durch die Giessener Auswanderungsgesellschaft und dem "Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas" (auch Mainzer Adelsverein genannt) unterstützt und auch zum Teil durchgeführt wurde. Eine Großzahl der etwa 100.000 deutschsprachigen Texanern siedelten sich in Zentraltexas im sogenannten "Texas Hill County" (German Hills, im Bereich von Austin und San Antonio) an. "Latin Settlements" wurden die früheren Siedlungen, gegründet von deutschen Intellektuellen, genannt. Der rapide Rückgang der deutschen Sprache in Texas ist durch den Einfluss des 1. Weltkriegs zurück zu führen.

Weitere Infos hier:

www.texas.gov

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