Die Geschichte der Einwanderung in die USA

Die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika ist geprägt von der Einwanderung vieler verschiedener Kulturen und die Entwicklung der US Gesellschaft wurde dadurch maßgeblich beeinflusst. Doch wie wurde aus den USA dieser Melting Pot? Erfahren Sie mehr! 

Hintergründe der US Einwanderung

Die Einwanderung vieler Bürger aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen hatte eine sehr große Auswirkung auf die Gesellschaft und Kultur der heutigen USA. Seit der Staatsgründung ließen sich in hoher Zahl Migranten aus religiösen, politischen oder wirtschaftlichen Motiven nieder oder wurden zwangsweise als Sklaven angesiedelt.

Seit der Entdeckung und Besiedelung gab es immer wieder größere Gruppen von Einwanderern, die sich hier aus religiösen, politischen oder arbeitsrechtlichen Gründen niederließen. In den vergangenen Jahrhunderten kam es aber auch zu zwangsweisen Übersiedelungen durch Sklaven, dies gibt es jedoch in der heutigen Zeit nicht mehr. Wer heute in die USA einwandert, tut dies aus freien Stücken um sich hier einen Lebenstraum zu erfüllen. Allein in den Jahren 1892 bis 1924 gab es viele Millionen Menschen, die meist aus England oder den Niederlanden in die USA einwanderten. Heute kommen sie aus allen Teilen der Welt.

Einwanderung in die USA zur Kolonialzeit

Nach dem im Jahre 1492 Kolumbus Amerika entdeckt hatte, zeichneten sich bereits die ersten Spuren europäischer Einwandere als neue Siedler in den USA ab. Zu dieser Zeit gab es gleich drei große Gruppen, die sich in den Kolonialgebieten niederließen. Eine große Gruppe stellten die Spanier dar. Sie siedelten sich bis Ende des 19. Jahrhunderts vorrangig im Gebiet des heutigen Kalifornien an.

Manche Städtenamen wie z. B. San Francisco oder Los Angeles erinnern daran, dass hier vor Jahrhunderten die ersten Siedler aus Spanien kamen. Die zweite Gruppe waren die Franzosen. Deren Einzugsgebiet reichte vom heutigen Illinois über Detroit bis hin nach Louisiana. All diese Städte sind französischen Ursprungs und haben eine bestimmte Bedeutung. So bedeutet beispielsweise Detroit übersetzt Meerenge. Zu guter Letzt besiedelten auch die Engländer die USA. Ihr Gebiet lag vorrangig im heutigen Massachusetts. Bis zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts kamen dann in immer mehr Teilen der USA weitere Europäer dazu, zu denen auch Holländer und Schotten gehörten.

Zur Kolonialzeit wanderten zahlreiche Europäer in die USA aus und auch Sklaven wurden in die Neue Welt verschleppt.

 

Einwanderung in die USA 1776-1849

Auch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts nahm der Strom an Einwanderern nicht ab. So kam es unter Anderem auch dazu, dass während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts 500.000 Menschen mit deutscher Herkunft in die USA kamen. Viele von ihnen verließen ihre Heimat, nachdem dort Mitte des 18. Jahrhunderts die Revolution gescheitert war. Zwischen 1845 und 1849 schwappte dann die zweite Einwanderungswelle in die USA. Diesmal kamen Millionen von Iren in das nordamerikanische Land, nachdem in ihrer Heimat eine Hungersnot ausgebrochen war.

Einwanderung in die USA 1924-2003

Sowohl im Jahre 1921 als auch 1924 wurde das Einwandern in die USA durch die Gesetze Emergency Quota Act und Immigration Act von 1924 einer Quote unterworfen. Diese Quote sollte in erster Linie dazu dienen, die Einwanderer aus Süd- und Osteuropa zugunsten der Einwanderer aus Nord- und Westeuropa einzudämmen um so auch die Einwanderung weißer Siedler zu sichern. Um dies zu erreichen, wurde die Zahl der neuen Einwanderer pro Land auf 2  Prozent des Anteils an der Bevölkerung des Jahres 1890 begrenzt.

Besonders groß wurde der Wunsch vieler Menschen von Europa in die USA auszuwandern nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier war das Einwandern in die USA auf Grund der Quoten noch ein wenig schwierig. Um den Menschen das Einwandern in die USA zu erleichtern, wurden ab 1965 bei jedem Antrag auch die Punkte Herkunft, Weltregion und Fragen der Familienzusammenführung berücksichtigt. Seit dem Jahr 1978 hat die USA für ihre Einwanderungspolitik eine weltweit einheitlich geltende Quote. Auch wenn im Laufe der Jahre so vor allen Dingen die Zahl der Einwanderer aus Europa stark zurückging, nutzen jedoch bis weit in die neunziger Jahre hinein über 10 Millionen Menschen die Möglichkeit in die USA einzuwandern. Bis zum Jahre 2003 betrug die Zahl der Menschen die nach ihrer Einwanderung die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielten 463.204 Personen.

Einwanderungssituation in den USA seit 2005

Seit dem Jahr 2005 gilt in den USA ein neues Einwanderungsgesetz. Das Gesetz Real ID Act oft 2005 brachte viele Änderungen für politisches Asyl, das habeas corpus und andere Regelungen mit sich. Da dieses Gesetz nicht nur Zustimmung, sondern auch in einigen Teilen Ablehnung erfuhr, kam es im Jahre 2006 in vielen Bundesstaaten zu großen Demonstrationen, bei denen Einwanderer, Bürger, Menschenrechts- und Arbeits-Organisationen für ein besseres Einwanderungsrecht kämpften. Bis heute ist das neue Gesetz in Kraft und sorgt nach wie vor für so manchen Aufruhr. So sind bereits mehrere neue Gesetzesvorlagen für ein neues Einwanderungsgesetzt immer wieder im Kongress gescheitert: Zuletzt betraf dies den Secure Borders, Economic Opportunity and Immigration Reform Act im Jahre 2007.

Die US Einwanderungsgesetze werden regelmäßig diskutiert und angepasst.

 
Trotz der immer wiederkehrenden Turbulenzen im Einwanderungsgesetz ist die Zahl der  Neu Einwanderer stetig gestiegen. Dies betrifft auch Einwanderer, welche sich ohne gültige Papiere illegal in den USA aufhalten. Bis heute machen sie etwa 5 Prozent der amerikanischen Bevölkerung aus.

Dies rief auch Präsident Barack Obama auf dem Plan, der die USA von 2009 bis Anfang 2017 regierte. Während seiner Amtszeit wollte er vor allem für die Kinder der illegalen Einwanderer einer besseren Zukunft schaffen und brachte das Deferred Action for Childhood Arrivals Programm (Daca) auf den Weg. Dieses sieht vor, dass Kinder und Jugendliche, welche bei ihrer Einreise noch keine 16 Jahre alt waren, eine Aufenthaltserlaubnis und eine Schulbildung erhalten, obwohl sie keine gültigen Papiere haben. Darüber hinaus können sie nach dem Abschluss auch eine Arbeitserlaubnis beantragen.

Auswirkungen von Trump auf die US Einwanderung

Seit Anfang 2017 ist nun Donald Trump der neue Präsident der USA. Dieser möchte das Einwanderungsgesetz nun grundlegend reformieren. Wer dauerhaft in den USA leben will, der konnte bisher eine Greencard als Dokument für den Daueraufenthalt beantragen oder mit etwas Glück in der Greencard Lotterie gewinnen. Diese möchte Trump in seiner Reform künftig auf eine bestimmte Anzahl begrenzen und die Vergabe durch ein Punktesystem abhängig machen.

Mit der US GreenCard kann man unbegrenzt in den USA leben und arbeiten - doch wie lange wird es die GreenCard Lotterie noch geben?

 
Hier würden dann vor allem Menschen bevorzugt, die eine sehr gute Bildung haben, Englisch sprechen, finanziell auf eigenen Beinen stehen und auf Grundlage ihrer Leistungen legal ins Land einreisen können. Darüber hinaus sollen auch dauerhaft erteilte Aufenthaltsgenehmigungen für Flüchtlinge auf 50.000 pro Jahr begrenzt werden. Ob diese Gesetzesänderungen aber tatsächlich einmal  in die Tat umgesetzt werden, lässt sich derzeit noch nicht sagen, da es in der Vergangenheit bereits mehrfach gescheiterte Gesetzesänderungen für das bestehende Einwanderungsgesetz gab und die Ideen des Präsidenten nicht überall in der Regierung auf fruchtbaren Boden fallen.

Was jedoch unumstritten ist, ist die schärfere Einwanderungspolitik gegenüber illegalen Einwanderern. Hier hat Trump bereits einige Erlasse angeordnet. Ebenso hat er auch einige Visaberechtigungen für bestimmte Länder außer Kraft gesetzt.

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