Maryland

Maryland

Der „Old Line State" oder „Free State" genannte Bundesstaat Maryland, trat am 28. April 1788 als siebter der 13 Gründerstaaten der Union bei.
Der Bundesstaat grenzt im Südwesten an Virginia und Washington D.C., im Westen an West Virginia, im Norden an Pennsylvania und im Nordosten an Delaware. Der „District of Columbia" (Sitz der US-Bundeshauptstadt Washington) bildet eine Enklave im Westteil des Staates. Annapolis ist seit 1694 die Hauptstadt Marylands. Sie ist gleichzeitig Handelszentrum für die umliegende landwirtschaftlich geprägte Region. Die Wirtschaft wird vor allem durch die Herstellung von Unterwasserausrüstungen und Radargeräten für militärische Zwecke und auch durch die Forschung und Entwicklung im Kommunikationssektor geprägt. Die Akademie der US-Marine (1845) und das Saint John's College (1784) befinden sich in Annapolis. Das State House (1772-1780) ist das Wahrzeichen der Stadt. Es ist das älteste Parlamentsgebäude der USA und genau hier wurde 1783 der „Pariser Friede" - der den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beendet- ratifiziert.
Der Staat hat eine Gesamtfläche von 6.447 km² und ist somit relativ klein. Es prallen viele Extreme aufeinander: Große Metropolen wie z.B. Baltimore, dann die abgelegenen Hügel der Appalachen und an der Küste verschlafene Fischerdörfer. Maryland ist einer der am dichtesten besiedelten US-Bundesstaaten. 209 Einwohner pro km² bezogen auf die Landfläche besiedeln das Gebiet.
Baltimore und die Hälfte des umfangreichen Großraums von Washington D.C. gehören zu Maryland. Die Stadt Baltimore ist das kulturelle Zentrum des Bundesstaates, in der sich einige der bekanntesten Museen des Staates befinden. So lohnt sich ein Beusch u.a. im „Peale Museum", in welchem man historische Sammlungen über die Geschichte der Region bestaunen kann, das „Baltimore Museum of Art" mit Werken europäischer und amerikanischer Kunst und die „Walters Art Gallery" mit Sammlungen von Kunstwerken, deren Ursprung von der Antike bis ins 19. Jh. reicht. Ebenso ist Baltimore ein wichtiges Handels- und Industriezentrum mit 637.418 Einwohnern (Stand 01. Juli 2009) und somit auch die größte Stadt Marylands. Dort liegt auch einer der bedeutendste Seehäfen der Vereinigten Staaten von Amerika. Ausgerichtet ist die wirtschaftliche Tätigkeit auf Pharmazeutik, medizinischen Bedarf und medizinische Dienstleistungen. Neben 61 Forschungslabors auf bundesstaatlicher Ebene beherbergt die Stadt diverse private Laboratorien.

Die Grenze zu Pennsylvania: Markierung der Nord- und Südstaaten Trennung

Der Tag, an dem sich die ersten Siedler in diesem Gebiet niederließen, war der 25. März 1634. Das Gebiet war die einzige katholische Kolonie unter den sonst rigoros protestantischen britischen Kolonien in Nordamerika.
Die „Mason-Dixon-Line" (auch die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland) wurde in den 1760er Jahren gezogen, um den Streit zwischen den Familien Penn und Calvert zu schlichten. Die königliche Charta hatte Maryland den Potomac River und das Territorium nördlich des 40. Breitengrades zugesprochen, wodurch die Stadt Philadelphia zu Maryland gehört hätte. Die herrschenden Familie Pennsylvanias und Marylands beauftragten die Geometer Charles Mason und Jeremiah Dixon mit dem erneuten Vermessen einer neuen gültigen Grenze. Diese Linie wurde nach den beiden Geometern benannt und wird auch als traditionelle und gern zitierte Abgrenzung zwischen den so genannten Nord- Südstaaten bezeichnet.
Der Bundesstaat Maryland wurde 1812 Kriegsschauplatz, als die Briten erneut versuchten neune Zugriff auf die Kolonien zu gewinnen. Die Hafenbefestigung Baltimores hielt dem Gefacht stand. Den Augenzeugen Francis Scott Key inspirierte das Gefecht zum Verfassen der heutigen Amerikanischen Nationalhymne „The Star Spangled Banner". Der Bundesstaat blieb während des Sezessionskrieges weitgehend neutral. 1864 schaffte der Bundesstat mit der neuen Verfassung die Sklaverei ab.

Weitere Tipps finden Sie hier:

www.maryland.gov

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