Virginia

Virginia

Virginia war der 10. Staat der 1788 die Verfassung der USA ratifizierte. Die nordwestlichen Bezirke spalteten sich während des US-Bürgerkrieges ab und wurden zum eigenständigen Bundesstaat West Virginia.
Richmond ist die Hauptstadt Virginias. Der Beiname dieses Bundesstaates ist "Old Dominion" (Altes Herrschaftsgebiet) oder auch "President's State" bzw. "Mother of the Presidents", da viele Präsidenten, genau genommen acht, aus Virginia stammen. Solch eine hohe Zahl erreichte sonst nur Ohio.
Im 18. und Anfang des 19. Jh. war Virginia, aufgrund seiner Größe, der politisch führende Staat in den USA. Doch mit der Industrialisierung im 19. Jh. verringerte sich der Einfluss Virginias merklich, da die Zuwanderung in die nördlichen Städte sowie in die neunen Bundesstaaten des Nordwestterritoriums stärker war als in das längst etablierte Agrarland Virginia. Mit dem Nachbarstaat Maryland teilt sich Virginia knapp die Hälfte des ausgedehnten städtischen Ballungsraumes um den Bundesdistrikt Washington D.C. Das Pentagon befindet sich ebenfalls in Virginia (Arlington County).
Der höchste Berg Virginias, der Mount Rogers, hat eine Höhe von 1.746 m ü NN und befindet sich im westlichen Teil des Landes.
Den Namen Virginia hat der Bundesstaat der englischen Königin Elisabeth I. zu verdanken. Ihr Beiname war auch „The Virgin Queen", da sie unverheiratet war.

Tabakanbau seit 1612

Die wohl bekanntesten Ureinwohner Virginias sind die Powhatan, die zu den Virginia-Algonkin gehörten und nahe der Küste lebten.
Ebenso gab es die zur Irokesen-Sprachfamilie gehörenden Nottaway und Meherrin die südwestlich von den Powhatan siedelten, die zur Sioux-Sprachfamilie gehörenden Monacan und Saponi, die im Vorland der Appalachen wohnten und die Cherokee im äußersten Westen des Staates.

Die ersten Siedlungsversuche fanden 1607 statt und wurden von der „Virginia Company" durchgeführt, die die Engländer bei ihren Vorhaben unterstützten. Die erste Siedlung hieß "Jamestown".

1612 wurde die erste Tabakpflanze von John Rolfe in Virginia gepflanzt, welche voraussichtlich aus Trinidad stammte. So wurde das Jahr 1612 zu einem ökonomisch sehr bedeutsamen Jahr. Durch die Hilfe der Indianer und des feucht heißen Klimas gediehen die Pflanzen prächtig. 20.000 Pfund Tabak wurden 1618 exportiert und somit ein Boom der neuen englischen Welt ausgelöst. 1638 betrug die Exportsumme bereits 3 Millionen Pfund. Noch jetzt zählt Virginia zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesstaaten der USA.

1714: Gründung der Kolonie "Germanna" durch deutsche Einwanderer

Virginia zählt als Heimat vieler Gründerväter, so z. B. Patrick Henry, Thomas Jefferson, Richard Henry Lee, James Madison, George Mason und George Washington und spielte somit eine führende Rolle in der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Nach der verlorenen Schlacht von Great Bridge am 9. Dezember 1775 wurden die britischen Kolonialherren endgültig vertrieben. Am 15. Mai 1776 wurde Virginia durch den tagenden Konvent in Williamsburg als unabhängig erklärt.
Die „Virginia Declaration of Rights" wurden am 12. Juni 1776 einstimmig formuliert. Wenig später wurde Patrick Henry zum ersten Gouverneur Virginias gewählt. Am 14. Juli 1776 wurde dieser Bundesstaat zu einem der 13 Gründerstaaten der USA ernannt.

Weitere Informationen zum Bundesstaat Virginia finden Sie hier:

www.virginia.gov

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