Martin Luther King Day

Seit 1986 wird dem weltbekannten US Bürgerrechtler Martin Luther King in ganz Amerika immer am dritten Montag im Januar im Rahmen des Martin Luther King Days gedacht.

Unvergesslich ist bis heute seine Rede „I have a dream“. Doch was genau hat es mit diesem noch relativ jungen US Feiertag auf sich und wer war eigentlich Martin Luther King?

Martin Luther King – Das Sprachrohr der Afroamerikaner

Als Sohn eines baptistischen Predigers, der selbst ein Verfechter der schwarzen Bürgerrechtsbewegung war, begann Martin Luther King schon sehr früh damit, sich mit der Ungleichheit zwischen der weißen und der afroamerikanischen Bevölkerung auseinanderzusetzen.

Ausschlaggebend für sein persönliches Engagement für Bürgerrechte war ein Ereignis in den Fünfzigerjahren: 1955 weigerte sich die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Parks in einem öffentlichen Bus, ihren Sitzplatz für einen Weißen frei zu machen, wozu sie nach den damals geltenden Rassentrennungsgesetzen (umgspr. Jim Crow Gesetze) verpflichtet gewesen wäre. 

Martin Luther King Day

Dieser stille Widerstand führte letztendlich zu ihrer gewaltsamen Festnahme. In den darauf folgenden Protesten setzte sich Martin Luther King unermüdlich für die Gleichberechtigung ein und erhielt vor allem durch seine mitreißenden Reden große Aufmerksamkeit.

Sein Engagement sollte sich am Ende auszahlen: Bereits in den darauffolgenden Jahren wurde die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln im Süden der USA teilweise aufgehoben.

 „I have a dream“: Wie eine Rede in die Geschichte eingeht

Als Martin Luther King am 28. August 1963 im Rahmen des Marsches auf Washington vor mehr als 250.000 begeisterten Menschen am Lincoln Memorial seine bewegende Rede "I have a dream" hält, geht er für immer in die Geschichte ein:

„I have a dream that one day this nation will rise up, and live out the true meaning of its creed: We hold these truths to be self-evident: that all men are created equal.”

Kaum zu glauben, aber ohne den Zuruf „Tell them about your dream!“ der Gospelsängerin Mahalia Jackson hätte niemand diesen Teil seiner Rede je gehört: Er war improvisiert!

Die Entstehung des Martin Luther King Days

Mit seinem Engagement für die Rechte der Schwarzen machte sich Martin Luther King leider nicht nur Freunde in der amerikanischen Bevölkerung. So kam es, dass er am 4. April 1968 einem Attentäter zum Opfer wird, der ihn erschossen hat. Bei dem Schützen handelte es sich angeblich um den weißen Rassisten James Earl Ray, doch noch immer ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien um den Tod des bekannten Bürgerrechtlers.

Schon kurz nach der Ermordung macht sich der afro-amerikanische Kongressabgeordnete John Conyers zum ersten Mal dafür stark, Martin Luther King einen Feiertag zu widmen.

Die Bemühungen wurden jedoch leider spät belohnt, denn erst 1986 - also fast 20 Jahre später - wurde Martin Luther King’s großer Einsatz und Mut erstmalig offiziell in den USA im Rahmen des Martin Luther King Days gedacht. Seitdem findet er jedes Jahr immer am dritten Montag im Januar statt. So fällt der Feiertag immer um den 15. Januar herum, dem Geburtstag von Martin Luther King.

Wie wird der Martin Luther King Day gefeiert?

Obwohl der Martin Luther King Day anfangs vornehmlich in Bundesstaaten gefeiert wurde, wo die Mehrzahl der afroamerikanischen Bevölkerung zu Hause war, gilt er seit dem Jahr 2000 als offizieller Feiertag in allen Bundesstaaten.

Da es ihn im Vergleich zu anderen amerikanischen Feiertagen noch relativ jung ist, gibt es noch nicht so viele Bräuche. Außer vereinzelten kleinen Festen wird der Martin Luther King Day hauptsächlich im Stillen begangen und in den Gemeinden der afroamerikanischer Bevölkerung wird in der Kirche gesungen.

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Quellen:

https://www.kuriose-feiertage.de/martin-luther-king-day

https://www.ndr.de/info/programm/I-have-a-dream-Die-Martin-Luther-King-Rede

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