George Washington

Regierungszeit: 1789-1797

George Washington (geb. 1732, † 1799)

George Washington war einer der Gründerväter und der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Kindheit und Schulzeit verbrachte er in Virginia, wo er neben der wohlhabenden Adelsfamilie Fairfax, mit deren Tochter Sally er sich anfreundete, aufwuchs. Trotz seiner Gefühle zu Sally, entschied er sich für eine Vernunftehe mit Martha Dandridge Custis, einer einflussreichen Witwe, die ihm dank ihrer guten Kontakte und finanziellen Mittel zu einer politischen Karriere verhelfen sollte.

Militär und Politik
Nach einer kurzen militärischen Karriere begann Washington seine politische Laufbahn 1759 als Abgeordneter im "House of Burgesses" und machte sich im Unabhängigkeitskrieg gegen England einen Namen. Nachdem er einige Niederlagen gegen die britischen Truppen einstecken musste, ging er 1781 mit der Unterstützung der französischen Truppen bei der Schlacht in Yorktown als Sieger hervor.

Regierungszeit (1789-1797):
Washington erkannte, dass die Konföderationsartikel, der Vorläufer der amerikanischen Verfassung von 1789, den Staatenbund oftmals beschlussunfähig machten. Deswegen setzte er sich für eine Verfassungsreform ein und hatte den Vorsitz bei der "Constitutional Convention" von 1787. Nach der Ratifikation der neuen Verfassung wurde Washington im Jahre 1789 einstimmig in allen zehn an der Wahl teilnehmenden Staaten zum Präsidenten gewählt. John Adams wurde der erste Vizepräsident und Thomas Jefferson Außenminister.
Während seiner Amtszeit gewannen die USA im Westen Land hinzu. Darüber hinaus gründete Washington unter anderem den Supreme Court (1789), ließ 1790 die erste Volkszählung durchführen und gründete ein Jahr später die "Bank of the United States". Außerdem wurden die US-Bundesstaaten Vermont, Kentucky und Tennessee in den Staatenbund aufgenommen sowie die zehn Zusätze ("amendments") zur Verfassung, die Bill of Rights, verabschiedet.
Washington, der auf eine dritte Amtszeit verzichtete, gab dies als Vorbild an seine Nachfolger weiter und verabschiedete sich 1797 aus der Politik. Bis auf Franklin D. Roosevelt hielten sich alle US-Präsidenten an diese bis heute gültige Tradition und bekleiden das Präsidentenamt nie länger als zwei Wahlperioden.
Interessanterweise gehörte Washington während seiner achtjährigen Regierungszeit nie einer Partei an. Politisch neigte er zum englischen Staatsverständnis und nicht etwa zum revolutionären Frankreich. Den Spitznamen "Förderalist" erhielt er, weil er sich dafür einsetzte, dass eine nationale Autorität installiert wird, die über den Bundesstaaten steht. Damit wurde er zum geistigen Vater der späteren "Federalist Party".

Ihm zu Ehren wurde u.a. das Washington Monument errichtet. Außerdem ist er im Mount Rushmore (vgl. Foto) verewigt.

"To be prepared for war is one of the most effectual means of preserving peace." (George Washington)

 

Martha Dandridge Custis Washington (geb. 1731, † 1802)

Mit 18 Jahren heiratete Martha Dandrige den wohlhabenden Daniel Parke Custis. 1757, als ihre zwei Kinder noch sehr jung waren, starb ihr Ehemann. Zwei Jahre später, als der 26-jährige George Washington Martha Dandrige Custis heiratete, galt sie aufgrund der Hinterlassenschaft ihres ersten Mannes als reichste Frau Virginias.

Wie die erste First Lady in der Geschichte der USA ihrer Nichte in einem Brief anvertraute, fühlte sie sich mitunter wie eine Staatsgefangene, da sie als Frau an der Seite des US-Präsidenten ganz bestimmte Dinge zu tun und zu lassen hatte. Insbesondere hätte sie es vorgezogen mehr Zeit zu Hause zu verbringen. Nichtsdestotrotz standen das Wohl ihres Mannes und ihrer Kinder für sie immer an erster Stelle. Außerdem war sie nicht zuletzt aufgrund Ihrer Herkunft immer taktvoll und diskret.

Nach dem Tod George Washingtons verbrannte Martha Washington, die stets auf die Privatsphäre ihrer Familie achtete, sämtliche Briefe, die sich sich mit ihrem Ehemann schrieb, um ihr Privatleben weiterhin privat zu halten.

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