Kentucky

Kentucky

Der US Staat Kentucky wurde nach dem gleichnamigen Fluss benannt, welcher wiederum seine Bezeichnung von den Irokesen bekam und soviel wie „Wiese" meint.

Kentucky wird auch als „Bluegrass  State"  (Wiesenrispengras) betitelt, zurückzuführen auf das im April und Mai auf den Almen wachsende blau-grüne Gras. The wichtigsten Städte Kentuckys sind die Hauptstadt Frankfort, gefolgt von Louisville, Lexington, Owensboro, Covington und Bowling Green.

Die Hauptstadt Frankfort, bestehend aus rund 26.000 Einwohnern, ist ein Umschlagplatz für Mais, Tabak und Vollblutpferde. Industrielle Erzeugnisse, die in Kentucky hergestellt werden, sind Textilwaren, elektronische Geräte und der berühmte Bourbon Whiskey. Das Capitol-Gebäude, nach dem Vorbild aus Washington DC 1910 erbaut, sowie die „Liberty Hall", sind besonders sehenswert.

Am 1. Juni 1792 wurde Kentucky zum 15. Staat der vereinigten Staaten ernannt. Seit diesem Jahr liegt Kentucky genau zwischen den Nord- und Südstaaten. Auch wenn, viele Einwohner Kentuckys während des Bürgerkrieges ( 1861-1865) an der Seite der „Confederation" kämpften, gehörte Kentucky dennoch zur „Union". Die Bevölkerung saß buchstäblich zeitweilig sowohl geschichtlich als auch geografisch gesehen „zwischen zwei Stühlen" und wußte nicht, ob Sie sich zum Norden oder Süden zuordnen sollten. Während des Bürgerkrieges standen sich zwei bekannte politische Größen Kentuckys unmittelbar gegenüber:  Abraham Lincoln (Präsident der Union) und Jefferson (Präsident der Confederation).

Bis in die 20´er Jahre wurde die Wirtschaft Kentuckys überwiegend durch die Landwirtschaft dominiert. Mit den 20´ern jedoch begann der Aufschwung der Dienstleistungs- und Industriebranche.

Die Kultur in Kentucky dreht sich immer noch um alte Traditionen und das idyllische ländliche Leben. So stammen zum Beispiel die Countrysänger Bill Ray Cyrus oder Loretta Lynn aus Kentucky, auch wenn die eigentliche „Wiege der Countrymusik" dem Nachbarland Tennessee zuzuschreiben ist.
Auch einige renommierte Jazzmusiker, wie Al Casey und Lionel Hampton sind in Kentucky geboren. So entstand hier auch der besondere „Bluegrass Jazz"-Stil von Earl Scruggs, der eine Anlehnung an den Beinamen des Staates deutlich erkennen lässt.

Der Staat ist berüchtigt für seine Vollblutpferde und das Kentucky Derby, welches seit 1875 in den Churchill Downs nahe der Stadt Louisville stattfindet. Den hohen Stellenwert, den die Pferde und auch die 381 Gestüte im Bewusstsein der Bevölkerung haben, zeigte die Beerdigung des Rennpferdes „Mann o` War" 1947 in Lexington, an der 2.000 trauernde Gäste teilnahmen. Auch heutzutage nutzt man sogar Fotos der Pferde als Webseitenhintergründe. Einem anderen bekannten Pferd, Seabiscuit , wurde sogar in der Literatur und auch im Film gedacht.

Nicht nur die Pferde, sondern auch der Whiskey sind bereits international in aller Munde. 90 % des weltweit konsumierten Bourbon Whiskeys wird aus Kentucky geliefert. Der spezielle Röstungsprozess, in welchem die Innenseite des aus amerikanischem Wallnussbaumholz gefertigten Fasses für ungefähr 45 Sekunden einer kleinen Flamme ausgesetzt ist, gibt dem Whiskey sein eigenes Aroma. Im Zuge dieses Vorgangs entsteht eine Kohleschicht, welche ,durch die prozessbedingte Oxidation entstandenen, Zucker enthält. Der Whiskey muss dann anschließend  vier Jahre lang reifen. In dieser Zeitspanne durchdringt der Whiskey die karamellisierte Kohleschicht mehrmals, sodass vermehrt Zucker aufgenommen wird und darauffolgend die typische Farbgebung entsteht. Einige mittlerweile berühmte Schauspieler  wuchsen im ländlichen Kentucky auf, nahmen dann aber das größere kulturelle Angebot der Nachbarstaaten als Sprungbrett, um  dem bäuerlichen Leben zu entkommen. So zum Beispiel auch George Clooney, dessen Vater in  der Radiokultur Chicagos ein gefragter Mann war. Für die Schauspielerin Irene Dunne allerdings war es das Theaterschiff, welches sie auf einer Inspektionsreise der Dampferschiffe im Süden Kentuckys auf dem Mississippi zusammen mit ihrem Vater entdeckte.

Mehr Informationen über Kentucky finden Sieunter:

www.kentuckytourism.com

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