Der Bundesstaat Virginia – das Old Dominion

Der Bundesstaat Virginia ist ebenfalls ein Mitglied der Südstaaten. Es liegt malerisch am Atlantik und erstreckt sich entlang der Chessapeake Bay bis hin zu den Gipfeln der Blue Ridge Mountains. Virginia hat rund 8 Millionen Einwohnern und umfasst eine Gesamtfläche von 110.785 km². Zu seinen unmittelbaren Nachbarn gehören im Westen die beiden Bundesstaaten Kentucky und West Virginia sowie die Berge der Appalachen, im Süden die beiden Bundesstaaten Tennessee und North Carolina sowie im Norden die zwei Bundesstaaten District of Columbia und Maryland.

Die Hauptstadt des Bundesstaates ist Richmond. Seinen Namen verdankt der Bundesstaat der englischen Königin Elizabeth I. Sie ging als die jungfräuliche Königin in die Geschichte ein. Virgin bedeutet so viel wie Jungfrau. Wie jeder der Südstaaten hat auch Virginia seinen ganz eigenen Spitznamen. Er lautet Old Dominion, was so viel wie Altes Herrschaftsgebiet bedeutet. Darüber hinaus ist der Staat auch als Mother of the Presidents bekannt. Es wird so genannt, da im Laufe der Jahre gleich 8 US Präsidenten aus Virginia kamen. Zu Ihnen gehörten unter Anderem George Washington und Thomas Jefferson.

Auch wirtschaftlich steht Virginia bis heute sehr gut da. Zu den besten Wirtschaftsgütern des Staates gehören unter Anderem der Tabak.

Der Anbau von Tabak, Baumwolle, Mais und Weizen, die Viehzucht, die Auster Fischerei und viele Unternehmen der verarbeitenden Industrie.

Die Geschichte von Virginia

Wie in fast allen Staaten siedelten sich auch in der Region um Virginia zuerst einige Indianerstämme an. Neben der Powhatan Kultur lebten hier auch die Indianer der Nottaway, der Maherin, der Monacan, der Saponi und der Cherokee Kultur.

Im Jahre 1607 kamen die ersten Europäer nach Virginia und gründeten hier die Siedlung Jamestown, da es sich bei den Siedlern um Engländer handelte erhielt die Siedlung ihren Namen zu Ehren des englischen Königs James I. Fünf Jahre später erhielt die Siedlung ihren ersten wirtschaftlichen Durchbruch. Im Jahre 1612 gelang es John Rolfe die erste Tabakpflanze in der Region anzupflanzen, welche dank der Hilfe von Siedlern und Indianern prächtig blühte. Schon bald konnte er sich mit der ersten Ladung Tabak auf nach England machen. 1617 kehrte er nach Virginia zurück und kümmerte sich weiterhin verstärkt um den Anbau von Tabak. Rolfe hatte mit seiner Tabakpflanze den ersten Boom der neuen englischen Welt ausgelöst. Ein Jahr später könnt er bereits 20.000 Pfund Tabak exportierten. Diese Zahl stieg 1638 auf bis zu drei Millionen Pfund an. Neben den Engländern, gab es auch deutsche Siedler in Virginia. Sie gründeten im Jahre 1714 die Siedlung Germania.

Als Heimat vieler Präsidenten spielte der Staat natürlich auch zu Zeiten der Unabhängigkeitserklärung eine große Rolle. Der Konvent erklärte am 15.Mai des Jahres 1776 Virginia für unabhängig. Am 12. Juni 1776 folgte die Einführung der Grundrechteerklärung. Zu dieser Zeit wurde auch Patrick Henry zum ersten Gouverneur von Virginia gewählt. Am 4.Juli des gleichen Jahres wurde aus Virginia einer der 13 Gründerstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Während des Amerikanischen Bürgerkrieges gehörte der Bundesstaat zur Konföderation. Die sklavenfreien im Nordwesten gelegenen Countys erklärten Virginia am 27. April 1861 die Abspaltung vom Bundesstaat und den Verbleib in der Union. Dieser Teil Virginias wurde im Jahre 1863 als West Virginia der 35.Bundesstaat der USA. Am 26.Januar1870 wurde Virginia mit einer neuen Verfassung wieder in die Union aufgenommen.

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