US Währung

Der US-Dollar ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten von Amerika. Keiner kommt daran vorbei, wenn es in oder um die USA geht. Die Geschichte des US-Dollar ist genauso spannend wie die amerikanische Einwanderung, denn es treffen viele Nationen und Interessen aufeinander. Damit Sie genau wissen, womit Sie es zu tun haben, finden Sie hier eine Übersicht über den US-Dollar. 

Was ist der US-Dollar?

Der United States Dollar (USD, Symbol: $), oft abgekürzt als US-Dollar, ist die Währung der Vereinigten Staaten von Amerika. Zusätzlich zu den Geldscheinen gibt es ebenfalls Münzen. Ein Dollar wird hierbei in 100 Cent unterteilt (Symbol: ¢). 

  • Man kann den US-Dollar aber nicht nur in Amerika finden.
  • Er wurde auch von einigen anderen Staaten als Währung eingeführt, und zwar auf den Britischen Jungferninseln, in Ecuador, in El Salvador, in Panama, in Mikronesien sowie auf Palau und in Osttimor.
  • Umgangssprachlich wird er als "Greenback" (wegen der Farbe der Banknoten) oder auch als "Buck" bezeichnet.
  • Der Dollar ist frei konvertibel, das heißt, er darf von In- wie Ausländern unbegrenzt in andere Währungen umgetauscht werden.

Das Motto "E Pluribus Unum" (zu deutsch: „aus vielen Eins“) befindet sich seit 1786 auf allen Münzen und Geldscheinen. Einige Jahrzehnte später, 1873, wurde mit der Umsetzung der Coinage Act of 1864 auf dem Zwei-Cent-Stück die Inschrift "In God We Trust" (zu deutsch: „Wir vertrauen auf Gott“) hinzugefügt. 

Gedruckt werden die Banknoten vom Bureau of Engraving and Printing. Die Münzprägung besorgt die United States Mint. 

Die Währung in Amerika: US Dollar.

 

Geschichte der US Währung

Die Einführung einer einheitlichen Währung in Form von Papier in den USA wurde im Jahre 1690 vollzogen. Dies war nicht ganz so einfach, denn die vielen europäischen Kolonien mussten eine Einigung finden, die allen Interessen gerecht wurde. Besonders die englischen Kolonien waren zu dieser Zeit stark an der Ostküste vertreten, der britische Pfund wurde allerdings nicht als Zahlungsmittel anerkannt und auch innerhalb der Kolonien gab es unterschiedliche Währungen für den Handel. 

Zudem... 

  • ... beherrschten die East India Company und andere Handelsgesellschaften die Ländereien Amerikas wirtschaftlich.
  • ... wurde der Handel im eigenen Land durch die Erhebung von Warenzöllen an den Grenzen der bestehenden 13 amerikanischen Kolonien erschwert, die sich als souveräne Staaten betrachteten.
  • ... wurden Wechsel ausgehändigt, die dann in England selbst eingelöst werden konnten, um den Handel mit dem Vereinigten Königreich einzugehen.
  • ... durfte Englisches Geld nicht nach Amerika eingeführt werden.

Im 17. Jahrhundert und Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Tauschhandel mit Mais, Tabak und indianischem Muschelgeld (Wampun genannt) betrieben, aber auch die Münzprägung war zu dieser Zeit in sieben Kolonien nicht unbekannt. Das Problem bestand darin, dass der Wert dieser Münzen unterschiedlich war und die Kolonien durch die eigene Münzprägung gegen das vorherrschende englische Gesetz verstießen. Dieses besagte, dass das Prägerecht nur dem englischen König und dem Parlament gestattet sei.

  • Im Jahre 1704 wurde das Prägen von Münzen endgültig untersagt.
  • Ein Aufschwung der amerikanischen Wirtschaft und daraus resultierenden Unabhängigkeit sollte durch das Verbot der Münzprägung verhindert werden.
  • Ausländisches Geld (u.a. aus den Niederlanden und Spanien) wurde das Zahlungsmittel der Amerikaner und erleichterten den Handel zwischen und in den Kolonien.
  • In diesem Zusammenhang entstand der Name „Dollar", welcher auf die Übersetzung des Wortes „Talers" zurückführt. 

Durch die Prägung der süd- und mittelamerikanischen „Dolares", welche die Engländer „Spanish Dollar" nannten, entstand letztendlich der inoffizielle Name der amerikanischen Währung. Die Kolonisten schufen während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zusätzlich eine eigene Währung, um ihre Autarkie zu unterstreichen. So veranlasste der damalige Präsident Thomas Jefferson die weitere Unterteilung des neuen Dollar in 100 Cent, welche ein deutliches Zeichen für die Unabhängigkeit der amerikanischen Währung galt. Eine einheitliche Währung gab es bis dato immer noch nicht, denn andere Staaten (z.B. England) unterteilten ihre Währung unterschiedlich und erschwerten somit den Zahlungsverkehr.

Bild in schwarz-weiß von Thomas Jefferson, welcher für die Unterteilung des US D

 

Die erste amerikanische Cent Münze wurde 1787 in den USA geprägt. Auch wurden dem Vierteldollar, dem Halbdollar und dem Dollar und Dimes (Zehnteldollar) Form verliehen. Diese Münzen bestanden aus Silber und Kupfer, doch die höherwertigen „Eagles" (10 Dollar) bestanden aus Gold. Tatsächlich kamen erst Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Dollar-Scheine aus Papier in Umlauf, welche Porträts berühmter Amerikaner abbildeten, das Siegel des Finanzministerium trugen und somit schwerer zu fälschen waren.

Im 19. Jahrhundert verlief die Entwicklung des Dollars sehr unterschiedlich. Der Dollar durchlief Phasen des Wachstums und wirtschaftliche Krisen. Durch die starken Einwanderungsströme, u.a. hervorgerufen durch den Goldrausch, erholte sich die Wirtschaft immer wieder.
Im Jahre 1862 wurde das Papiergeld ins Leben gerufen, welches durch seine Farbe den Namen „Greenback" erhielt und mit Bildern bedeutender Amerikaner auf der Vorderseite bedruckt war.

Die erste kupferfarbene Cent Münze entstand 1787. 

 

Bereits 1867 versuchte Napoleon III. zwischen dem Franc und dem Dollar einen festen Wechselkurs festzulegen. Doch dies kam in dieser Zeit nicht zustande. 1944 wurde der Dollar zur internationalen Leitwährung bestimmt. Dies brachte mit sich, dass u.a. Öl, Gold und Baumwolle nur mit dem Dollar bezahlt wurden.

Den bisherigen historischen Tiefststand erreichte der US-Dollar am 15. Juli 2008 mit einem Euro-Kurs von 1,5990 Dollar. Der historische Höchststand des US-Dollars, seit Einführung des Euro, wurde am 26. Oktober 2000 mit 0,8252 Dollar verbucht. 

Internationale Bedeutung

Spätestens seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gilt der US-Dollar als weltweite Leitwährung und löste fortan das Britische Pfund als leitende Währung an den Märkten weitgehend ab. 

  • In einigen Staaten der Welt ist der US-Dollar inoffizielle Zweit- oder Nebenwährung und  wird in Geschäften oder Hotels als Zahlungsmittel akzeptiert.
  • Rohstoffe am Weltmarkt, insbesondere Erdöl, werden in dieser Währung gehandelt (Petrodollar).

Im Jahr 2003 betrug der Anteil der US-Dollar-Transaktionen an den Devisenmärkten 50 Prozent gegenüber 25 Prozent in Euro und je 10 Prozent in Pfund Sterling und japanischen Yen. 

Spitznamen des Dollars

Allgemein wird ein Dollar als "buck" bezeichnet. Der Begriff leitet sich vermutlich vom dem verkürzten Begriff "bugskin" (Wildlederfell) her, welches in den amerikanischen Gründerjahren als Zahlungsmittel galt. Auch der Name "Greenback" aufgrund der Farbe der Banknoten, ist geläufig. 

Die einzelnen Banknoten haben ebenfalls Spitznamen:

Banknote Spitzname
1-Dollar-Note  single
2-Dollar-Note  deuce
5-Dollar-Note  fin oder fiver
10-Dollar-Note  sawbuck
20-Dollar-Note  double sawbuck
100-Dollar-Note  large
1000-Dollar-Note  Grand oder G

Oft werden die Noten auch mit den Namen der auf den Vorderseiten abgebildeten Personen bezeichnet, wie z.B. George, Tom oder Frank . Gelegentlich werden die Noten mit "dead presidents" (tote Präsidenten) umschrieben, da Alexander Hamilton (abgebildet auf der 10-Dollar-Note) und Benjamin Franklin (abgebildet auf der 100 Dollar-Note) keine Präsidenten waren. 

Welche Ein-Dollar-Münzen gibt es in der US Währung?

Seit 1999 gibt es in den USA Quarters als Gedenkmünzen, die "50 State Quarters". Auf der Vorderseite ist ein modifiziertes Abbild George Washingtons zu sehen, auf der Rückseite sind Motive der einzelnen Staaten geprägt.

Momentan sind drei verschiedene Ein-Dollar-Münzen im Umlauf:

Zum einem ist dies die Ein-Dollar-Münze, auf welcher Susan B. Anthony abgebildet ist. Die Münze wurde 1979 eingeführt, erwies sich aber als sehr unpopulär. Die für eine Münze ungewöhnlich leicht eckige Form stieß auf Skepsis. Weiterhin hat die Münze die gleiche Farbe und annähernd gleiche Größe wie der Quarter, was zu Verwechslungen führte. Somit blieb der Ein-Dollar-Schein das weitaus beliebtere Zahlungsmittel. Die reguläre Prägung dieser Ein-Dollar-Münze wurde 1980 wieder eingestellt. Sonderprägungen gab es im Jahr 1981 und 1999. 

Im Jahr 2000 wurde ein neuer Versuch gestartet, eine Ein-Dollar-Münze zu etablieren.

Diese neue Münze zeigt die Shoshonin Sacagawea. Sie ist golden und daher gut von den anderen Münzen zu unterscheiden. Weiterhin hat sie die traditionelle runde Form. Dennoch wurde auch diese Münze von den US-Amerikanern nicht akzeptiert. In Ecuador ist sie hingegen sehr verbreitet, da das Sacagawea-Portrait einer ecuadorianischen Hochlandindianerin ähnelt.

Am 15. Februar 2007 wurde eine dritte Generation einer Ein-Dollar-Münze, der Präsidentendollar, eingeführt.

  • Auf der Wertseite ist die Freiheitsstatue zu sehen.
  • Auf der Bildseite werden in einem Abstand von drei Monaten neue Münzen mit den Gesichtern der verstorbenen Präsidenten ausgegeben.
  • Die erste Münze bildet folglich George Washington ab, drei Monate darauf wurde die Ein-Dollar-Münze mit dem Portrait von John Adams ausgegeben.
  • Auch diese Münze ist golden.
  • Im normalen Zahlungsverkehr ist die Münze immer noch eher selten anzutreffen und wird nicht von allen Geschäften als Zahlungsmittel akzeptiert. 

Aufteilung amerikanischer Münzen & Scheine

Ursprünglich als Papierwährung gedacht, sind sowohl Münzen, als auch Banknoten im Umlauf. Durchaus beliebt sind die Scheine der US-Währung als Zahlungsmittel, die Münzen werden eher selten genutzt. Amerikaner greifen heutzutage gerne zur Kreditkarte, um bargeldlos zu bezahlen. Nichtsdestotrotz werden die amerikanischen Münzen und Banknoten in folgende Einheiten gestückelt:

Münzen (in $) Banknoten (in $)
0,01 Penny 1
0,05 Nickel 2
0,10 Dime 5
0,25 Quarter Dollar 10
0,50 Half-Dollar 20
1 Dollar 50
  100