Abraham Lincoln

Regierungszeit: 1861-1865

Abraham Lincoln (1809-1865)

Abraham Lincoln gilt als einer der bedeutendsten Präsidenten der amerikanischen Geschichte - gleichrangig mit Staatsgründer George Washington und noch vor Jefferson und den beiden Roosevelts.

Lincoln wuchs in ärmlichen Verhältnissen in einer analphabetischen Grenzerfamilie auf. Seine politische Laufbahn drehte sich um die zentrale Frage seiner Zeit: die Sklavenfrage, welche die amerikanische Union zerriss.

Lincoln war Anhänger der Whigs, befürwortete jedoch die Abschaffung der Sklaverei entgegen den Interessen seiner Anhänger. Infolgedessen zog sich Lincoln für mehr als zehn Jahre aus der Politik zurück. Er sprach sich aber dennoch gegen die Ausdehnung der Sklaverei auf die neu annektierten Südstaaten aus und unterstützte somit die Position der Abolitionisten. Schließlich wechselte Lincoln zur neuen Republikanischen Partei.

Regierungszeit (1861-1865):
Im Präsidentschaftswahlkampf von 1860 wurde Lincoln Kandidat der Republikaner und direkt zum US-Präsidenten gewählt.

Lincolns Amtszeit fiel zusammen mit dem amerikanischen Bürgerkrieg bzw. "Sezessionskrieg" (1861-1865), der die Abspaltung von sieben Südstaaten nach sich zog, die sich als Konföderierte Staaten von Amerika konstituierten. Später schlossen sich ihnen noch acht weitere Staaten an und mit Jefferson Davis, einem energischen Verfechter der Südstaaten-Interessen, wurde von 1861 bis 1865 der einzige Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika gestellt. Die Hauptstadt wurde nach Richmond, Virginia verlegt, von wo aus Davis die Südstaaten regierte.

Lincoln handelte entschieden gegen die in seine Augen illegale Sezession der Südstaaten von der Union. Als Truppen der Konföderierten am 12. April 1861 Fort Sumter angriffen, rief Lincoln zu den Waffen. Die Wende des Krieges zu Ungunsten der Konföderierten Staaten in der Schlacht von Gettysburg 1863 ermöglichte Lincoln die für fast unmöglich geglaubte Wiederwahl im Jahr 1864.

Am 14. April 1865, wenige Tage nachdem Lincoln die Kapitulation der Südstaaten im Bürgerkrieg erreichte, verletzte der südstaatliche Attentäter John Wilkes Booth mit einem Pistolenschuss den Präsidenten während eines Theaterbesuchs tödlich. Es war das erste Mal, dass ein amerikanischer Präsident ermordet wurde. Abraham Lincoln starb am darauffolgenden Tag.

"Avoid popularity if you would have peace." (Abraham Lincoln)

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