Andrew Jackson

Regierungszeit: 1829-1837

Andrew Jackson (1767-1845)

Andrew Jackson, der unter anderem durch eigenmächtige Angriffe auf die Spanier in Florida sowie durch Gewalt und Vertreibung von Indianern bekannt war, wurde zum ersten "Volkspräsidenten" der USA, da er aus einfachen Verhältnissen stammte und bei den einfachen Wählern sehr populär war.

Andrew Jackson wurde als Sohn eines irischen Einwanderers geboren. Während der amerikanischen Revolution diente der damals 13-jährige Jackson in der Armee und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Jackson überlebte den Krieg als einziges Mitglied seiner Familie. Im Jahr 1814 machte er sich in der Schlacht von Horsehoe Bend mit einem Sieg über die Creek-Indianer einen Namen und erhielt aufgrund seiner Tapferkeit den Beinamen "Old Hickory".

Nach Jacksons erster gescheiterter Präsidentschaftskandidatur 1824 wurde er 1828 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt und in diesem Amt 1832 bestätigt.

1824 hatten mehrere andere Kandidaten aus der eigenen Partei seine Präsidentschaft verhindert. Daraufhin förderte Jackson den Zusammenschluss von Nord- und Südstaaten-Republikanern zu "demokratischen Republikanern", was der heutigen demokratischen Partei entspricht. Seine Gegner unter den alten Republikanern gründeten mit der "Whig Party" eine Gegenpartei.

Während seiner beiden Amtszeiten zerstörte Jackson die US-Nationalbank und löste damit 1837 eine Finanzkrise aus. Gegenüber den Indianern betrieb er eine harte Politik der Zwangsumsiedlung, wobei er mit dem Indian Removal Act die gesetzliche Grundlage hierfür geschaffen hatte und für die Indianer Reservationen einrichten ließ. Er gilt damit als Hauptverantwortlicher für die gewaltsame Vertreibung der "Fünf Zivilisierten Stämme" der Indianer (Five Civilized Tribes). Außenpolitische und wirtschaftliche Erfolge konnte er dank seines starken Führungsstils und diplomatischen Geschicks vorweisen. So wurden z.B. Handelsbeziehungen mit der Türkei, China und Siam aufgenommen. Darüber hinaus stärkte er die Macht des Präsidenten und entwickelte eine liberal-demokratische politische Kultur in den USA, die als "Jacksonian democracy" bekannt ist.

Jackson zog sich bis zu seinem Tode nie ganz aus der Politik zurück.

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