Die Geschichte von Kalifornien

Von etwa 10300–9100 vor Christus gab es rund um die Daisy Cave in der Region des heutigen Kalifornien die ersten menschlichen Spuren. Um etwa 8000 vor Christus betrieben die ersten Siedler Jagd, Fischerei sowie das Sammeln von Eicheln und Wildgräsern. In den späteren Jahrzehnten ließen sich auch immer mehr Indianerstämme nieder. Am Ende sollen es rund 70 verschiedene indianische Kulturen mit über 300.000 Bewohnern gewesen sein.

Europa erkundet Kalifornien

Die ersten Siedler aus Europa ließen sich zwischen 1542 und 1579 nieder. Zu jener Zeit erkundeten der spanische Eroberer Juan Rodriquez Cabrillo und der englische Eroberer Frances Drake das Gebiet, um es für Spanien bzw. England einzunehmen. Sie verloren es jedoch einige Zeit später wieder aus den Augen. Im Laufe der nächsten Jahre erkundeten weitere Europäer die Küste. Erst im Jahre 1769 entstand in Kalifornien die erste europäische Kolonie, welche vom Franziskaner Juniperus Serra geleitet wurde. Im Laufe der Zeit kamen 21 neue Siedlungen hinzu, welche auch regen Handel mit den Indianern betrieben.

Im Jahre 1812 kamen auch russische Siedler in das Gebiet und bauten das Fort Ross. 1821 wurde Kalifornien eine mexikanische Provinz, nachdem das Land eine Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet hatte. Durch verschiedene Anlässe gerieten die kalifornischen Siedler jedoch immer wieder mit der Regierung in Mexiko aneinander bis es im Jahre 1836 zu einem Aufstand kam. Drei Jahre später gründete Johann Sutter die Siedlung Neu-Helvetien, die sich sehr schnell zu einer blühenden Kolonie mit über fünfzig Häusern, Mühlen, einer Gerberei und jeder Menge Vieh entwickelte. Sie betrieben Landwirtschaft, Rinderzucht, Holzhandel und Jagd. 1841 kaufte er Fort Ross. Später, als der Goldrausch über Kalifornien hereinbrach, verlor er alles im Mai des Jahres 1846, die amerikanischen Siedler die Unabhängigkeit Kaliforniens von Mexiko und riefen eine eigene Regierung ins Leben. Wenig später erklärten sie den Mexikanern den Krieg, was am Ende dazu führte, dass der gesamte Norden mit den Staaten Kalifornien, Texas, Utah, Arizona, Nevada, New Mexico und Colorado in die Hände der USA ging.

Kalifornien wird Bundesstaat

Am 9. September 1850 wurde Kalifornien schließlich als 31. Bundesstaat in die USA aufgenommen. Vier Jahre später wurde Sacramento zur Hauptstadt von Kalifornien ernannt. Durch den Bau der Eisenbahn und des Panamakanals wurde Kalifornien auch für den Rest der USA attraktiv. Um 1920 entwickelte sich allmählich das Filmgeschäft in Kalifornien, was auch zum Bau der Hollywood Filmstudios führte.

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