Minnesota

Minnesota

Im Norden der Vereinigten Staaten liegt der 32. Bundesstaat Minnesota. Direkt an der Grenze zu Kanada. 1858 entstand dieser Bundesstaat aus dem östlichen Teil des Minnesota Territory und dem kleinen Teil des Wisconsin Territory. Minnesota wird auch „Land der 10.000 Seen" genannt.
„Mit Himmel gefärbtes Wasser" heißt Minnesota übersetzt. Dieser Name stammt aus der Sprache der Dakota Sioux.

Circa zwei Drittel der Bevölkerung leben in der Metropolregion Minneapolis und Saint Paul - den „Twin Cities". Saint Paul ist die Hauptstadt Minnesotas. Vor den Toren dieser Twin Cities liegt Amerikas größtes Einkaufszentrum, die „Mall of America".
Die Twin Cities gelten ebenso als kulturelles Zentrum des Upper Midwest. Das Weisman Art Museum und das Minneapolis Institute of Arts gehören zu den namenhaften Museen, die dort beheimatet sind. Auch findet man professionelle Musikensembles wie z.B. das Minnesota Orchestra und das Saint Paul Chamber Orchestra.

57 Staatswälder mit einer Fläche von 16.000 km², 66 Staatspaks sowie zahlreiche Naturschutzgebiete befinden sich in Minnesota. Der Itasca State Park wurde 1891 gegründet und ist somit der erste Staatspark. Es gibt nur einen Nationalpark in diesem Bundesstaat: Den Voyageurs-Nationalpark. An der nordöstlichen Grenze des Bundesstaates liegt die „Boundary Waters Canoe Area Wilderness", welche über 4.000 km² und ca. 1.000 Seen umfasst.

In den letzten 200 Jahren vollzog die Wirtschaft Minnesotas einen starken Wandel. Zu Beginn des Bundesstaates drehte es sich hauptsächlich um Land- und Forstwirtschaft sowie um den Handel von Gütern. Im Zuge der Industrialisierung gewann der sekundäre Sektor mehr und mehr an Bedeutung. Vor allem die Region im Nordwesten um Duluth profitierte von den Eisenerzvorkommen. Über 80% aller Beschäftigten sind im Dienstleitungssektor beschäftigt, wohingegen weniger als 1% im primären Sektor beschäftigt sind. Innerhalb der USA gehört der Bundesstaat dennoch weiterhin zu den größten Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Zuckerrüben, Zuckermais oder Erbsen.

Französische Pelzhändler waren die ersten Siedler, welche zu Beginn des 17. Jh. ankamen. Kartiert wurde dieser Bundesstaat u.a. von Jonathan Carver, Henry Schoolcraft und Daniel Greysolon. Greysolon errichtete 1679 ein Fort am Ufer des Oberen Sees und beanspruchte somit das Gebiet des nördlichen Minnesotas für Frankreich.
1763 musste Frankreich das Gebiet aufgrund der Spannungen zwischen den Indianern und Franzosen an Großbritannien abtreten. Die Unabhängigkeitserklärung und der Frieden von Paris ließen das Gebiet zwischen den Großen Seen und dem Mississippi Teil des Nordwestterritoriums werden. Somit war dieses Gebiet erstmals der USA zugehörig. Bis etwa 1816 blieb die Region dennoch stark unter britischem Einfluss. Mit dem „Louisiana Purchase" erwarben die Vereinigten Staaten später auch die westlichen und südlichen Gebiete des heutigen Minnesotas von Frankreich. In den Jahren 1860 bis 1870 kamen die ersten deutschen Einwanderer nach Minnesota und prägten fortan das kulturelle Bild dieses Bundesstaates.

Hier finden Sie weitere Infos:

www.exploreminnesota.com

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