Utah

Utah

"The Beehive State" - übersetzt der Bienenstaat, erklärt sich draus, dass die Mormonen einen Bienenkorb als Symbol des Fleißes zum Symbol des Staates bzw. des Territoriums machten.
Jeder kennt Salt Lake City - die Hauptstadt Utahs. Utah leitet sich von dem Namen des Indianerstammes „Ute" ab, die auch heute noch, neben anderen Völkern, in diesem Bundesstaat leben.
Die Mormonen wünschten sich den Namen „Deseret", der aus dem heiligen Buch der Mormonen stammt, doch wurde er aufgrund der Trennung von Kirche und Staat von der Regierung nicht akzeptiert. Ca. 60% der Bevölkerung sind Mormonen - doch genau kann das nicht bestimmt werden, da die Religionszugehörigkeit bei Volkszählungen nicht berücksichtigt wird. Es gibt nur zwei Staaten in den USA, in denen eine einzelne Religionsgruppe die absolute Mehrheit darstellt: Rhode Island und Utah.

19. Jahrhundert: Die Mormonen kommen

Um die Mitglieder der Kirche nach Utah zu bringen, wurden u.a. seltsame Methoden angewandt. 1850 wurde der „Ständige Einwanderungsfond" (Perpetual Emigrating Fund - PEF) ins Leben gerufen, der durch Spenden finanziert wurde und dazu diente, Neubekehrte aus Europa und noch im Osten der USA lebende Mormonen nach Salt Lake City zu holen. PEF übernahm, je nach Bedürftigkeit, Teile oder die gesamten Kosten für die Einwanderung nach Utah. Die Kirchenmitglieder verpflichteten sich vertraglich, das gespendete Geld nach deren Ankunft in Salt Lake City zurück zu zahlen. Doch Ende des Jahres wurde das Geld des PEF knapp und Gouverneur Brigham Young, zugleich Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, ließ einen alten Plan wieder aufleben: Die Einwanderer sollten, anstatt mit Planwagen, nun mit Handkarren bis in das Tal des großen Salzsees ziehen, was eine Ersparnis von 6 Pfund pro Person bringen sollte. Ebenso sollten die aus Europa kommenden, meist sehr armen Mormonen mit dem Schiff nach New York City, New Orleans oder Boston fahren und von dort aus mit dem Zug nach Iowa City, wo dann die Handkarren auf sie warteten. Nun musste nur noch eine Hürde von den neuen Emigranten aus Europa genommen werden: In 90 Tagen mit dem Karren (beladen mit mind. 50kg Gepäck) nach Salt Lake City laufen.
Auf drei Trecks wurden die ersten „Handkarren-Pioniere" (ca. 800) im April 1856 aufgeteilt. Mit minimalen Verlusten erreichten sie Ende September/Anfang Oktober 1856 Salt Lake City. Ende Juni 1856 starteten die für dieses Jahr letzten beiden Handkarren-Abteilungen und wurden durch den verfrühten Wintereinbruch in Wyoming (ca. 300 Meilen vor Salt Lake City) überrascht. Von den 1.076 Menschen kamen ca. 220 ums Leben. Durch eine für diese Zeit spektakuläre Rettungsaktion wurde aber die Mehrzahl der Emigranten gerettet und erreichten im November 1856 sicher die Stadt. In den darauffolgenden vier Jahren wurden noch weitere fünf Trecks durchgeführt, die aufgrund der besseren Organisation reibungslos von Statten gingen.

Utah wurde am 4. Januar 1896 als 45. Staat ein vollberechtigtes Mitglied der USA. Frühere Anläufe als Bundesstaat anerkannt zu werden, scheiterten durch die Zwistigkeiten zwischen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage und der amerikanischen Bundesregierung. Ein großer Streitpunkt war vor allem die mormonische Polygamie. Erst nach Abschaffung der Polygamie 1890 durch die Kirche Jesu Christi, war der Weg zum "Bundesstaat" frei.

Natur und Landschaften - unberührt und menschenleer

Täler, Wüstenschluchten und atemberaubende Berge: Utah bietet seinen Gästen abwechslungsreiche Landschaften und Reiseziele. Die südliche Moab Gegend, die fünf Nationalparks, der Colorado River und der Greene River sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Utahs. Auch findet man zahlreiche Ski-Orte in den Rocky Mountains, die das Wintersportherz höher schlagen lassen. Durch die Hitze und das trockene Klima haben sich damals nicht viele Menschen in Utah niedergelassen - die Landschaft blieb somit unberührt und ursprünglich. Durch dieses aride Klima ist Ackerbau nur in Gebirgsnähe mit externer Bewässerung möglich. „Dry Farming" ist auch in den etwas trockneren Gebieten machbar: Weizen, Zuckerrüben, Kartoffel etc. können angebaut werden. Neben Viehhaltung (Rinder und Schafe) ist auch der Bergbau von Bedeutung (Kupfer, Erdöl, Silber etc.). Die Luftfahrtindustrie und der Fremdenverkehr tragen ebenso ihren Teil zur Wirtschaft bei.

Weitere Infos finden Sie hier:

www.utah.com
www.usatourist.com/deutsch/destinations/utah/utah-main.html

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