Mississippi – The Magnolia State

Ein recht bekannter Bundesstaat der Südstaaten ist der drei Millionen Einwohner umfassende Staat Mississippi, und dies nicht erst seit der Geschichte von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Seinen Namen verdankt das 125.443 km² große Mississippi dem Mississippi River, der sich im Osten der Region befindet und an dessen Unterlauf der Staat grenzt. Jeder der Südstaaten zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus. Dies ist auch bei Mississippi nicht anders.:

So trägt der Staat den Spitznamen Magnolia State und scheint aufgrund seines ländlichen Charakters einer der mystischsten Orte in Amerika. Darüber hinaus zählt er zur sogenannten Bible Belt Region. Wirtschaftlich zeichnet sich der Bundesstaat vor allem durch seine Produktion von Baumwolle, Erdgas, Erdöl und die Rinderzucht aus. Auch was die Persönlichkeiten angeht, kann Mississippi einige Raritäten aufweisen. So haben hier z. B. Elvis Presley, William Faulkner, John Grisham, B.B. King, Robert Johnson oder auch Muddy Waters gelebt oder sind hier geboren.

Geografie von Mississippi

Neben dem großen Mississippi River grenzt der Millionenstadt natürlich auch an einige andere bekannte Bundesstaaten. So liegt im Norden die Grenze zu Tennessee, im Osten die Grenze zu Alabama und im Westen die Grenzen zu den Staaten Arkansas und Louisiana. Darüber hinaus befindet sich in der südlichen Region die Grenze zum Golf von Mexiko.

Die Geschichte

Wie in viele andere Staaten hatten sich vor der europäischen Siedlung viele Indianerstämme in den USA niedergelassen. Rund um die Region des Mississippi River lebten hier die Indianerkulturen der Caddos, der Natchez und der Chickasaws. Die erste europäische Besiedlung fand im 16. Jahrhundert durch die Franzosen statt, welche ihr Territorium weiter in die Region des heutigen Staates ausweiteten. Dies führte im Jahr 1729 zum Krieg mit den Indianern. Dieser führte am Ende jedoch dazu, dass sowohl die Siedler, als auch die Indianer das Gebiet verließen. Im Jahr 1763 ging ein Teil der Ostregion an die Engländer. Der Süden hingegen war nach wie vor in der Hand der Franzosen, welche der Region durch die Holzindustrie und Viehzucht großen Aufschwung brachten. Die Briten hingegen sorgten für einen deutlichen Anstieg der Bevölkerung. Diese waren es auch, welche die Stadt Natchez gründeten. Später gelangte das Gebiet durch den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an Spanien. Diese gewährten den Siedlern Steuerfreiheit, einen festen Preis für angebauten Tabak und eine großzügige Vergabe von Land an neue Siedler. Ab 1800 begann in Mississippi auch der erfolgreiche Anbau von Baumwolle auf Plantagen.

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg wurde Mississippi am 10. Dezember 1817 als 20. Staat in die Union aufgenommen. Zwischen 1830 und 1840 erlebte die Region einen wahren Aufschwung durch neue Infrastruktur, was jedoch einige Jahre zu einer enormen Staatsverschuldung führte. Am 9. Januar 1861 sagte sich Mississippi von der Union los.

Im 20. Jahrhundert war das Gebiet rund um den Mississippi River vor allem durch eine schlechte Wirtschaft und viele Rassenunruhen zwischen Schwarzen und Weißen gezeichnet. Dies führte auch dazu, dass der Staat ein Verbot der Mischehe aussprach. Dies wurde 1967 durch den Obersten Gerichtshof aufgehoben. Am 16. März des Jahres 1995 stimmte Mississippi als letzter Bundesstaat der Unterzeichnung des 13. Verfassungszusatzes zur Abschaffung der Sklaverei zu. Durch einen Formfehler trat dieses Verbot jedoch erst am 7. Februar 2013 in Kraft.

Zurück