Halloween! Darum drehen die Amis jedes Jahr im Roten.

Der Sensenmann schlurft um die Ecke, im Arm eine Blondine mit viel zu kurzem Rock für diese Jahreszeit. Richtig, Halloween klopft an die Türe - wie bei uns am Karneval verkleidet sich der Amerikaner und lässt es dabei so richtig krachen.

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Halloween ist ein Spiel mit dem Sensenmann und seinen Kompagnons

Doch das war nicht immer so: Die katholischen Iren hatten den Brauch vor knapp 200 Jahren aus ihrer Heimat in die USA gebracht, der Ursprung liegt aber weiter zurück. Eine Verbindung mit dem keltisch-angelsächsischen Fest „Samhain“ wird vermutet, bei dem die Geister der Toten mit den Leben in Kontakt traten.

Dieses Video von www.KunstkulturTV.de ist schaurig gemacht, doch bietet auch einiges an Hintergrundinformationen zum Feste, nachdem man die ersten schaurigen Fratzen überwunden hat.

Doch was hat es mit den Kürbis-Fratzen auf sich? Diese haben wir dem irischen Hufschmied und Trinker Jack O zu verdanken. Der Überlieferung nach überlistete dieser den Teufel und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack nicht mehr in die Quere kam.

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Dieser Kürbis hat seinen letzten Atemzug bereits getan

Doch Jack hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Als er das Zeitliche segnete, war ihm die Himmelspforte wegen seiner Trinkerei verschlossen. Auch der Zugang zum Höllenreich war versperrt … Doch der Teufel erbarmte sich (sic!) des Jacks und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit er durch das Dunkel des Höllenreichs zurück tapsen könne. Aus der beleuchteten Rübe wurde dann ein Kürbis (weil der besser zur Hand war in den USA), in welchen man Fratzen schnitt, um böse Geister abzuschrecken.


Halloween als Bindeglied zwischen den Welten?

Heute ist Halloween ein großes Business und vollständig kommerzialisiert. Im Supermarkt kann man Säcke voller Süßigkeiten kaufen, welche einem von den an der Haustüre klingelnden Kids dann mit Charme wieder abgenommen werden. „Trick or treat!“, heißt es – Süßigkeit oder Streich, und die Süßigkeit ist da auf jeden Fall die dankbarere Alternative.

Direkt neben meinem Apartment hat kürzlich auch ein neuer Shop die Tore geöffnet – natürlich zeitlich passgenau vor Halloween und ganz im Zeichen des schaurigen Festes! Dort werden Kreditkarten weiter strapaziert, um an der Halloween Party mit dem ausgefallensten Kostüm aufzuwarten. Hier in New York gibt es alljährlich eine Riesenkostümparty im Greenwich Village. Wer die Menschenmenge nicht scheut und ein paar Stunden ohne Toilette auskommt, kann sich unter das Volk aus der Anderswelt mischen und sich sattsehen.

Wer noch mehr zu diesem Brauchtum wissen will, dem sei der Artikel „Gruselig grinsende Geister grüßen grässliche Grufties“ empfohlen. Mit Halloween wird ja auch der Horrorstreifen von John Carpenter assoziert … Gänsehaut erwünscht? Dann einfach dieses Video anschauen und die Nackenhaare in den Wind halten – happy Halloween!

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