Maine

Maine

Maine ist der größte New England-Staat mit einer Fläche, die gleichzusetzen ist mit der Fläche aller anderen New England Staaten zusammengenommen. Der Staat liegt im nordöstlichen Teil der USA und ist zu 90 % durch Kiefernwälder bedeckt. Deshalb wird Maine auch als der „Pine Tree State" betitelt.
In Maine existieren rund 2.200 Seen mit unzähligen Uferstrecken, mehr als 5.000 Flüsse, sowie Berge und Täler.
Insgesamt 63 Leuchttürme erstrecken sich entlang der 5.500 Meilen langen Küste Maines. Die Strände sind meist in privatem Besitz und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Lediglich zwei Prozent der Strände sind besuchbar.

Die Hauptstadt Augusta besitzt rund 20.000 Einwohner, jedoch ist die größte und belebteste Stadt Portland. Hauptattraktionen sind das „Portland Museum of Art" - eines der größten Museen in Maine, welches Kunstwerke vom 18. Jahrhundert bis in die Moderne präsentiert- so z. B. Werke der Künstler John Singer Sargent, Rockwell Kent und Winslow Homer, als auch Kunst vom Impressionismus bis hin zum Surrealismus europäischer Künstler wie Degas, Monet, Renoir, Picasso, Munch und Magritte.

Eine beliebte Touristenattraktion ist der „Acadia National Park" von 1929. Dieser Nationalpark ist einer der zehn meistbesuchten Parks der USA mit rund 2 Millionen Besuchern jährlich. Der Acadia National Park ist auf „Mount Desert Island" gelegen und umfasst sowohl lange Küstenstrecken, als auch rund 500 Meter hohe Berge, welche eine atemberaubende Sicht auf  die Insel mit ihren kleinen Seen und unzähligen anderen kleinen Inseln ermöglicht.
Maine ist berüchtigt für den sogenannten „Indian Summer" - in dieser  Zeit im Spätsommer färben sich die Blätter gelb, orange und rot und bilden zusammen mit dem blauen Himmel und Temperaturen um die 20°C  eine romantische Szenerie - Grund für die große Beliebtheit unter den Touristen  als Ferienziel oder Wandergebiet.
Auch andere Naturgebiete ziehen die Touristen magisch an - so auch die sandigen Strände im Süden des Staates in Ortschaften wie z.B.  York, Ogunquit, Wells Beach und Kennebunkport. Die Wassertemperatur beträgt jedoch nie mehr als 12-14°C, auch nicht in den Sommermonaten.

Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Krustentiere (besonders beliebt ist der Hummer), Geflügel, Eier, Kartoffeln, Milchprodukte, Viehzucht, Blaubeeren, sowie Äpfel. ZU den industriellen Produkten zählen Paper, Holz und Möbel, Elektronik, Nahrung, Leder sowie die Textilherstellung.

Die Kriege der Engländer und Franzosen in Maine

Die ersten Einwohner Maines waren Indianer der im Osten ansässigen Abenaki Stämme der Pigwacket, Arosaguntacook, Kennebec und Penobscot. Zwischen 1497 und 1499 reiste John Calbot durch Maine und sammelte Informationen über die Gegend, welche später die Grundlage englischer Territorialansprüche wurde.

Ab dem 17. Jahrhundert vereinnahmte der englische König James I die komplette Region Neuenglands. Zuvor besiedelten die Franzosen erstmals das Land 1604. Erst drei Jahre später gesellten sich die ersten Engländer dazu. 1622 bekam die Küstenprovinz den Namen Maine.

Das östliche, weniger besiedelte Maine nahe dem Kennebec Fluss  wurde damals noch als Territorium von Sagadahock bezeichnet.
1652 wurde der Staat zum Teil der" Massachusetts Bay Colony" erklärt. Im 17. Und 18. Jahrhundert  herrschten Streitigkeiten um das Lad zwischen den Engländern und den Franzosen. Nachdem die Franzosen den Engländern in den  1740´ern unterlagen, wurde die Region unterhalb des Penobscots Flusses durch die Provinz Nova Scotia verwaltet. Während des Bürgerkrieges im 19. Jahrhundert begannen dann die Streitigkeiten zwischen Briten und Amerikanern. 1812 bis 1820 wurde Maine kurz nach den amerikanischen  Unabhängigkeitskriegen an den Staat Massachusetts angegliedert. Durch den Missouri-Kompromiss, welcher, um die Gleichheit der Stimmen im Senat zu gewähren,  festlegte, dass ein Sklaven haltender Staat (in diesem Fall Missouri) nur dann aufgenommen werden kann, wenn zugleich ein nicht Sklaven haltender Staat der Unionbeitritt, trennte sich Maine am  15. März  1820 von Massachusetts und trat als 23. eigenständiger Bundesstaat der Union bei.

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