Kansas

Kansas

Kansas ist im mittleren Westen der USA gelegen. Der Name des Bundesstaates stammt aus der Sioux Sprache und bedeutet soviel wie „ Volk des südlichen Windes".

Die Hauptstadt Kansas ist Topeka, welche im frühen 20.Jahrhundert einen wichtigen Stellenwert in Hinblick auf die „Amerikanische Pfingstbewegung" einnahm. 1954  wagte die „Monroe Elementary School"  in Topeka neben drei weiteren Schulen den ersten Schritt zur Aufhebung der Rassentrennung.  Im Fall Brown gegen den Schulausschuss erklärte der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Diskriminierung für beendet. 1992 wurde die Monroe Elementary School zur Gedenkstätte erklärt.

Die Zeit vor der Entstehung des Staates Kansas war auch als „Bleeding Kansas" (blutendes Kansas) bekannt. Am 30.Mai 1854 wurde der sogenannte „Kansas-Nebraska-Act" geschlossen, durch den die beiden Staaten Nebraska und Kansas Teil der US Territorien wurden, jedoch noch keine US Staaten mit den einhergehenden Rechten im eigentlichen Sinne. Eine Vielzahl von Siedlern „stürmte" das Land, um Ihre Gebiete abzustecken - wohlgemerkt ohne die Erlaubnis der  US Regierung, welche das Gebiet bisher noch nicht freigegeben hatte. 1865 stieg die Bevölkerung rasch von 140.000 bis auf eine Millionen Einwohner im Jahr 1880 an. Das Leben in den Territorien Kansas war gefährlich, da Verfechter der Sklaverei und die Befürworter der Abschaffung der Sklaverei gegeneinander kämpften, die Kontrolle der zukünftigen Staaten zu sichern. Während der politischen Auseinandersetzung über die Abschaffung der Sklaverei, wurden insgesamt vier  Verfassungen für den zukünftigen Staat erschaffen. Am 29. Januar 1861 trat Kansas der Union als 34. - dank der Abschaffung der Sklaverei wohlgemerkt als „freier" Staat bei.

Deutsche Einwanderer besiedeln Kansas

Rund 32% der Einwohner Kansas haben deutsche Vorfahren. Im Vergleich zu einem 23,3 prozentigen Anteil der Deutschen auf die gesamte USA verteilt,  ist  der Anteil der Deutschen  Bevölkerung in Kansas überdurchschnittlich hoch. Der Anteil an der deutschsprachigen Bevölkerung in Kansas liegt sogar viel höher, da auch Einwanderer aus Österreich, der Schweiz oder dem Elsass sich in Kansas niedergelassen haben. Tausende von religiösen Anhängern wie die Mennoniten oder „Amish"  kamen in den 1870´ern nach Kansas, im Zuge der Landvergabe im Westen zur Erweiterung der  Eisenbahnstrecke. Besonders die Weideplätze der Rinder in der Nähe des Chisholm Trails zogen die Siedler an. So entstanden unter anderen auch die Städte Abilene und Newton. Deutsche Baptisten ließen sich in der Nähe der Stadt Abilene nieder, die Mennoniten besiedelten die Gegend um Newton.  In der heutigen Zeit sprechen nur noch ein paar Wenige Deutsch oder einen deutschen Dialekt, auch wenn  die Anzahl der Plattdeutsch sprechenden Amischen Bevölkerung zunimmt.

Im Staat Kansas herrscht europäisches Klima mit kalten Wintern, heißen Sommern und geringem Niederschlag. Kansas hat nach Florida und Oklahoma die meisten Tornados pro Quadratmeile im Jahr, welche stets verherende Schäden und auch Tote hinterlassen.

Die wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren sind die Landwirtschaft, der Flugzeugbau, der Bergbau und die Produktion von Helium.
Kansas ist zudem der größte Weizenproduzent der USA, hat zugleich das größte Gasvorkommen der Welt und ist der zweitgrößte Rindfleischhersteller der USA.

Das Bruttoinlandsprodukt von Kansas  betrug im Jahr 2006 34,242 US Dollar und platziert den Staat auf den 32. Rank im Vergleich mit den anderen US Staaten (nationaler Durchschnitt: 37,714 US Dollar).

Um mehr über Kansas und die deutschen Dialekte zu erfahren, können Sie die folgenden Websiten besuchen:

www.kansas.gov

www.germanic.ku.edu/kansas-dialect-atlas

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