Diese Bräuche sind typisch für Thanksgiving

Thanksgiving ist wohl der bekannteste Feiertag in den Vereinigten Staaten. Hier wird er jährlich am letzten Donnerstag im November gefeiert und ist mit einer Vielzahl an Bräuchen verbunden.

Danksagung und Dankesgebet

Eines der Hauptfeierlichkeiten ist das traditionelle Thanksgiving Essen. Der ganze Familienclan vom Baby bis hin zu den Tanten und Onkels sowie zahlreiche Freunde der Familie treffen sich an diesem Tag um eine leckere Maissuppe, den typischen Truthahn und zu guter Letzt einen reichhaltigen Kuchen zu verzehren und das Jahr Revue passieren zu lassen. Denn immerhin läutet Thanksgiving auch die alljährliche Vorweihnachtszeit ein.

Vor dem Essen gehört es dabei für viele Familien zur Tradition eine Danksagung in Form eines Dankgebetes auszusprechen. Den Anfang macht meist das Familienoberhaupt, während der Rest der Familie dann nach und nach folgt. Jeder erzählt dabei, wofür er in diesem Jahr am meisten dankbar war, was er verbessern möchte und was er sich für die künftigen Jahre wünscht.

Etwas Ähnliches macht auch der Präsident bei der Traditionellen National Thanksgiving Turkey Presentation. Hier lässt er das Jahr Revue passieren und dankt der Nation für Ihre Treue. Darüber hinaus macht er auch auf die kommenden Ereignisse aufmerksam. Typischerweise bekommt er an diesem Tag von den Anwesenden einen lebenden Truthahn geschenkt, der aus Tradition begnadigt wird.

Ein freier Wunsch durch das Truthahn Gabelbein

Selbst nach dem Essen wird ein Teil des Truthahns, das getrocknete Gabelbein, noch für eine weitere Tradition verwendet. Zwei Mitglieder am Tisch ziehen mit ihrem kleinen Finger so lange den Knochen auseinander, bis er bricht. Wer am Ende das größte Stück sein Eigen nennen darf, kann sich etwas wünschen.

Die Parade zu Thanksgiving

Nach dem Essen ziehen sich die meisten Familien auf das gemütliche Sofa zurück, um sich im Fernsehen die traditionsreiche Thanksgiving Parade anzusehen. Manch einer, der in New York zu Hause ist, macht sich auch frühzeitig auf den Weg zu Macey, um sich die Parade vor Ort anzusehen. Hier ziehen farbenprächtige Festwagen durch die Straßen und bunt gekleidete Musiker, Cheerleader und andere Vereine tanzen durch die Stadt. Jedes Jahr steht die Parade unter einem anderen Motto. Was jedoch nie fehlt, ist der letzte Wagen mit dem Schlitten und Santa Claus, um die Leute auf eine frohe Vorweihnachtszeit einzustimmen.

Die Geschichte der Parade

Im Jahr 1924 fand erstmalig die Thanksgiving-Parade des Kaufhauses Macey unter dem Namen Maceys Christmas Day Parade statt, wo sicher noch niemand ahnte, dass diese Party eines Tages einmal zur Superlative werden sollte. Dieser wurde dann später in Macy's Thanksgiving Day Parade umbenannt. Während heute hauptsächlich Umzugswagen, Musiker und viele andere Vereine an der Parade teilnehmen, waren in den Angstjahren auch lebendige Tiere mit dabei. Drei Jahre später entschieden sich die Veranstalter statt der Tiere künftig Ballons in Figurenform zu verwenden, um sie nicht weiter dem lauten Trubel auszusetzen. Von 1942 bis 1944 legte die Parade während der Kriegszeiten eine Pause ein. Erst drei Jahre später erlangte die Parade auch außerhalb der USA Weltruhm. Dies lag nicht zuletzt am 1947 erschienen Film „Das Wunder von Manhattan“, in denen Teile der Parade im Fernsehen zu sehen waren. Die Parade kam so gut an, dass sich der TV-Sender NBC ein Jahr später entschloss, diese bis heute jährlich im Fernsehen zu übertragen. Damit die Parade auch weiterhin interessant bleibt, wird der Umzug jedes Jahr auf einer anderen Wegstrecke gezeigt. Auch das Bild der Bands oder Ballons steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.

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