Fast Food: The Organic Coup

Alles Bio oder was? Essen ohne schlechtes Gewissen. The Organic Coup gibt es erst seit kurzem: Es is(s)t Amerikas erste biologisch zertifizierte Fast Food Restaurantkette, die faires Essen serviert und auch die Mitarbeiter fair vergütet. Gesundes Fast Food in Amerika, auch das gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

Fühlen Sie sich auch manchmal viel zu voll nach dem Mittagessen und suchen eine gesunde Alternative? Das Warten is(s)t vorbei: die Geschichte des Fast Foods wurde von The Organic Coup neu erfunden. In diesem Vorreiter seiner Art können Sie ein leckeres Sandwich mit panierten Hähnchenbrustfilets ohne schlechtes Gewissen genießen.

Es wurde vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium (U.S. Departement of Agriculture) als biologisch zertifiziertes Fast Food Restaurant ausgezeichnet. The Organic Coup öffnete seine Pforten in Pleasanton, Kalifornien erst im November 2015. Niemals zuvor war der Vorsatz gesund zu essen so schnell und lecker.

The Organic Coup Organic Fast Food 1Einen gesunden Lebensstil zu leben und bewusst biologisch angebaute Nahrungsmittel zu verzehren, wird immer beliebter und angesagter in den USA. Leider ist es nicht immer einfach gesund zu essen, wenn man unterwegs ist. Einige Fast Food Ketten bieten auch gesunde Alternativen wie Salate oder Apfelschnitze anstatt Pommes Frites an, aber viele Menschen interessieren sich mittlerweile vielfach für die Umwelt und Ihre Gesundheit und wollen mehr- nämlich Bio!

Der neu gegründete Fast Food Laden The Organic Coup kann dieses Bedürfnis anhand von Sandwiches mit Fleisch von Bio Hühnern, Wraps und Salaten mit biologisch angebauten Gemüse stillen. Im Moment besteht The Organic Coup aus drei Läden, welche sich alle an der Westküste Kaliforniens tummeln. San Francisco, Pleasant Hill und Pleasanton zählen bisher zu den ersten Standorten des Bio Restaurants. Allerdings planen die Gründer und ehemaligen Costco Mitarbeiter Erica Welton und Dennis Hoover die Eröffnung von ungefähr 25 Restaurants in den nächsten 14 Monaten.

Unternehmergeist: Die Gründer von The Organic Coup

Die zwei Mitgründer von The Organic Coup, Erica Welton und Dennis Hoover, haben eine zusammengerechnete Arbeitserfahrung bei dem amerikanischen Supermarkt Costco (Anm. amer. Äquivalent zu Metro) von 47 Jahren. Erica Welton wird als eine der ersten Pioniere in Sachen Bioessen gehandelt. Ihre Arbeit bei Costco bestand darin, die Einkäufe zu koordinieren, organisieren und zu bestellen. 14 Jahre lang war sie dafür zuständig, Costco zu Amerikas besten biologischen Nahrungsmittelverkäufer auszubauen. Erica Welton war so erfolgreich damit, dass Sie sogar den Kartoffelchipproduzenten Lay’s dazu brachte Biochips zu produzieren und initiierte die Entfernung der Geschmacksverstärker in Hidden Valley’s Ranch Dressing. Um das Projekt Bio Fast Food noch weiter voran zu treiben, holte sich Erica Welton den pensionierten Vizepräsidenten von Costco, Dennis Hoover, als Mitbegründer von The Organic Coup dazu.

Als Mutter ist es Erica Welton sehr wichtig ihren Kindern stetig eine gesunde Auswahl an Lebensmitteln zur Verfügung zu stellen, allerdings fehlte dafür oft die Zeit. Das war der Anstoß für die Idee ein biologisch zertifiziertes Fast Food Restaurant zu gründen. Viele Informationen gab es dazu nicht, denn es sollte das erste dieser Art werden. Erica Weltons Vision für das Unternehmen ist es, einen Wandel zur bewussten Ernährung zu schaffen und sieht Ihr Unternehmen als Wegbereiter für den Beginn einer neuen Ära in Sachen Fast Food. In “our story” auf der offiziellen Webseite von The Organic Coup, erfährt man, dass die Namensgebung aus einem Rechtschreibfehler hervorgegangen ist. Dennis Hoover schickte Erica Welton eine SMS mit möglichen Namen für den Laden. Was als „Organic Coop“ (Anm. eng. Bio (Hühnerstall) gemeint war, wurde dank Smartphone zu coup (eng. Staatsstreich, Coup) verändert. Letztendlich überzeugt dies die beiden Gründer, da dieser kleine Fehler die Vision der ambitionierten Mission der beiden gut einfing. Der Name war gefunden!  

Der Weg zu einer offiziellen Zertifizierung: USDA ORGANIC

the organic coup infographic

Ein Fast Food Restaurant zu öffnen, welches eine offizielle Zertifizierung vom Landwirtschaftsministerium bekommt, ist kein leichter Schritt. Um dieses Zertifikat am Ende in die Hände zu bekommen ist ein langer formaler Prozess nötig, bei dem bewiesen werden muss, dass alle Produkte biologisch angebaut worden sind. Die einzelnen Zutaten müssen alle ohne Pestizide, künstliche Düngemittel, genetisch veränderte Organismen, Klärschlamm, giftige Chemikalien etc. gewachsen sein und dürfen keinerlei Spuren vorweisen. Die Hühner müssen frei von Antibiotika und Wachstumshormonen sein und auch das Geschäft selbst muss strenge Inspektionen überstehen. Die Motivation der Gründer lässt sich dadurch nicht mindern, denn die Leidenschaft für einen sozialen Wandel und Gedanken der Nachhaltigkeit lassen den langen Weg zu einer Bio-Zertifizierung durch die US-Behörden weniger anstrengend erscheinen.

Allerdings gibt es, wie bei jeder Neugründung, auch hier Rückschläge. Der Fakt nur Bio Essen in einer Fast Food Kette zu servieren, muss natürlich zusammen mit der Produktionsmöglichkeit der Landwirte gekoppelt sein. Sobald der Umsatz steigt und mehr Läden überall in den Staaten aufmachen, desto schwieriger wird es, die Nachfrage nach Bio-Produkten zu decken ohne eine Massentierhaltung hevorzurufen. Mary’s Chicken, ein Familienbetrieb in San Joaquin Valley, Kalifornien, welcher The Organic Coup mit den Hühnern aus Freilandhaltung versorgt, hat angekündigt seine Produktion zu erhöhen. Je mehr die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Produkten wächst, desto höher wird auch deren Produktion. Mary’s Chicken hofft, die Firmenzahlen in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln. Dies würde auch The Organic Coup im Wachstum bestärken.

Alles ist Bio – vom Abendessen bis zum Nachtisch

Eines der meistverkauften Gerichte bei The Organic Coup bisher, ist das beliebte pikante gebratene Hühnchen, von biologisch luftgekühlten Filets in Kokosnussöl gebraten. Alle Gerichte werden mit Krautsalat serviert, welcher aus Kohl, Möhren, Jalapenos und roten Zwieben angemacht wird und mit einer Auswahl von Dressings wie z.B. Ranch-, Sesam Ingwer-, würziges Barbecue Ranch- oder Senfdressing getoppt wird. Eine Spezialität des Hauses ist karamellisiertes Popcorn mit Schokoladensprenglern und das alles Bio! Auf der zukünftigen Menükarte stehen sogenannte tater tots (Anm. eng. Kroketten) zubereitet aus Kartoffeln aus Washington, sowie Frühstücks-Burritos.

Jedes Hauptgericht auf der Menükarte, egal ob es Hühnchen in einem Brötchen, in einem Wrap oder serviert in einer Schüssel ist, kostet $9,99. Wer als Nachtisch eine Tüte Popcorn naschen möchte, bezahlt $2,99 und Bio-Limonaden sind für $2 zu haben. Im Moment ist das Menü noch recht klein gehalten, da der Prozess jedes einzelne Produkt als biologisch zu deklarieren lange währt, dennoch plant Erica Welton bald zu expandieren. Viele der Kunden stören sich nicht daran etwas mehr für ein Sandwich mit Hühnchen zu bezahlen, solange sie wissen, dieses Huhn hat ein glückliches Leben geführt und ist nicht vollgepumpt mit Hormonen. Mittlerweile wird es schwierig vielerorts Fleisch aus einer artgerechten biologischen Tierhaltung zu finden. Doch wer weiß wie die Zukunft der Fast Food Ketten aussieht – unser Tipp: Bio!

The Organic Coup revolutioniert den US-Arbeitsmarkt

Nicht nur die Kunden von The Organic Coup sind zufrieden, auch die Mitarbeiter sorgen für eine gute Stimmung. Die Zeiten der Proteste in den USA bezüglich eines höheren Mindestlohns sind im vollen Gange. Denen stellt sich The Organic Coup indem sie Ihren Mitarbeiter einen fairen Lohn zahlen. Nachhaltigkeit handelt sich nicht nur um den Fakt das konsumierte Essen zu revolutionieren, sondern auch wie Menschen sich behandeln. In San Francisco  steigen Mitarbeiter von The Organic Coup bei einem Gehalt von $15 pro Stunde ein und steigern sich dann nach einer 3-monatigen Probezeit auf $16 pro Stunde. Als Vergleich: der durchschnittliche Verdienst eines Mitarbeiters von Fast Food Ketten in den USA liegt bei $7.98 pro Stunde. The Organic Food hat zum Ziel, neue Standards in der Fast Food Industrie zu setzen, sowohl in der Ernährung als auch Personalführung.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist Amerikas erstes biologisch zertifiziertes Fast Food Restaurant von der Öffentlichkeit erfolgreich angenommen wurden. Dennis Hoover erwähnte nebenbei, dass er gerne die Zahlen des Ladens in Pleasanton im anschließenden Jahr auf $1,4 Millionen erhöhen möchte. Zurzeit sind alle Bewertungen des Restaurants durchweg positiv. Die Kunden scheinen die Kombination Bio und schnelle Zubereitung zu lieben.

Aber warum nur darüber lesen, wie gut dieses neue Fast Food Restaurant ankommt, als selbst einfach seinen Lebensmittelpunkt nach Kalifornien zu legen und gesundes Fast Food in die tägliche Mittagspause einzubauen? Vielleicht haben Sie eine eigene Geschäftsidee, mit der Sie im Silicon Valley durchstarten wollen? Der Wille sich gesund zu ernähren trotz des täglichen Alltagsstresses kann nun umgesetzt werden. Seien Sie Teil dieses Wandels und nehmen Sie an der GreenCard Lotterie DV-18 teil! Bevor Sie sich versehen, sitzen Sie schon im The Organic Coup und genießen ein leckeren Hühnchen Wrap und das alles ganz ohne Reue!

Offizieller Name: The Organic Coup

Offizielle Webseite: www.theorganiccoup.com

Entstehungsjahr: November 2015

Erste Filiale: 4825 Hopyard Road, Pleasanton, California

Erfinder: Erica Welton and Dennis Hoover

Meilensteine: Amerikas erstes biologisch zertifiziertes Fast Food Restaurant

Wissenswertes über Bio in Amerika:

  • In den Staaten machte die Industrie für Bioprodukte im Jahr 2015 einen Umsatz von $43,3 Milliarden
  • Die Bio-Bewegung in den USA startete in den 1940er Jahren als Protest gegen die aufkommende Massenproduktion/-tierhaltung
  • Die Benutzung des Pestizids DDT wurde im Jahre 1972 verbannt, nachdem Rachel Carsons Buch „Silent Spring“ über die Auswirkungen von Pestiziden veröffentlichte
  • Bestimmungen bezüglich biologischen Anbau und Tierhaltung wurden 1990 das erste Mal im Kongress unter dem Namen „Organic Foods Production Act (OFPA) ausgerufen und leitete das Landwirtschaftsministerium an, landesweite Standards festzulegen

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