Typisch amerikanische Vornamen

Liam, Milan, Jonas – dies sind aktuell die drei beliebtesten Namen für Jungen in Deutschland. Bei Mädchennamen gefielen den frischgebackenen Eltern Laura, Julia und Emilia am besten. Aber wie ist das eigentlich in den USA?

US Vornamen - Aktuelle Trends

Aus unseren ersten Englisch-Lernjahren kennen wir Sam, John und Tom, die mit Laura und Joan das ein oder andere Abenteuer erlebten. Das mag in den ersten Jahren den Eindruck hinterlassen haben, dass  im sonst so bunten und vielfältigen Amerika den Eltern nur einige, wenig kreative Namen einfielen. Doch die aktuellen Trends sprechen eine ganz andere Sprache als unsere alten Englischbücher.

Amerikanische Vornamen sind wieder voll im Trend!

 

Bei den Jungennamen nahmen Noah, Liam und William die vordersten Plätze ein. Ihre weiblichen Pendants waren Emma, Olivia und Ava.

Die Top 10 Jungennamen

Die Top 10 Mädchennamen

 

  1. Noah
  2. Liam
  3. William
  4. Mason
  5. James
  6. Benjamin
  7. Jacob
  8. Michael 
  9. Elijah
  10. Ethan

50. Lincoln

100. Bentley

 

  1. Emma
  2. Olivia
  3. Ava
  4. Sophia
  5. Isabella
  6. Mia
  7. Charlotte
  8. Abigail
  9. Emily
  10. Harper

50. Haley

100. Lydia


Beim Anschauen der Top 10 fallen einem aber sofort einige prominente Namensvetter ein: Noah Wyle (Fans der einst legendären Serie Emercency Room als Dr. John Carter bekannt), Liam Neeson, William Shatner, und Emma Stone, Olivia Newton John und Ava Gardner, welche in Hollywood geradezu einen Hype auf dem Höhepunkt Ihrer Karriere hatten.

Wer noch eine kleine Inspiration in Sachen Namen braucht, kann hier noch ein bisschen stöbern:

Die Geschichte der Vornamen in den USA

Namen spiegeln den Zeitgeist einer Gesellschaft wider und werdende Eltern des 21. Jahrhunderts zerbrechen sich mehr denn je den Kopf darüber, wie sie ihr Kind nennen sollen. Der Rhythmus, in dem die sich die Top 10 der beliebtesten Jungen- und Mädchennamen ändert, wird dabei immer kürzer. Wurden die Kinder früher nach den Großeltern oder christlichen Vorbildern benannt, muss der Name heute eine Reihe an Kriterien erfüllen:

  • er soll schön und wohlklingend sein
  • keinen Anlass für Hänseleien geben
  • er soll zum Nachnamen passen
  • er soll zum Kind passen

Diese Liste lässt sich noch endlos weiterführen. So hat sich entwickelt, dass die Namen in den Top 10 heutzutage nur noch von einem Fünftel der Kinder getragen werden, während es Ende des 19. Jahrhunderts noch zwei Drittel waren. Das ist ein klares Zeichen für die Individualisierung der Gesellschaft. 

Zum Vergleich finden Sie folgend eine Liste mit den Top 10 der amerikanischen Mädchen- und Jungennamen aus dem Jahr 1900: 

US Jungennamen US Mädchennamen
John Mary
William Helen
James Margaret
George Anna
Charles Ruth
Robert Elizabeth
Joseph Dorothy
Frank Marie
Edward Florence
Thomas Mildred

Vorurteile bei US Namen

Es gibt außerdem weitere faszinierende Fakten zum Thema amerikanische Vornamen. Während in Deutschland alle Jungen mit dem Vornamen Kevin oder Jeremy Pascal Vorurteilen ausgesetzt sind, gibt es auch in den Vereinigten Staaten "auserwählte" Gewinner:

Sind amerikanische Mädchen mit dem Namen Lauren wirklich gebildeter als andere?

 

  • Menschen mit dem Vornamen Alexander verdienen am meisten. Gefolgt von Meredith, Stuart, Anne und Lauren.
  • Am gebildetsten sind nach Studien Meredith, Alexander, Stuart, Anne und Ian.
  • Lauren – Platz 5 bei den höchsten Einkommen – ist bei den gebildetsten Vornamen auf Platz 12, während Ian bei dem Einkommensrating nur auf Platz 20 landet.
  • Bisa, Kimberly, Taylor, Marc und Kelli werden am ehesten Eltern,
  • während Jared, Ann, Matt, Anne und Zachary am ehesten heiraten.
  • Lillie wird eher nicht Mutter und Pam wird aller Voraussicht nach nicht so schnell vor dem Traualter stehen.

Namen sind also mehr als Schall und Rauch :).

 

Quellen:

https://www.beliebte-vornamen.de/25320-jahrzehnte.htm

https://www.30sto50sjournal.com/2015/01/usa-die-beliebtesten-vornamen-des-jahres-1950/

https://www.ssa.gov/oact/babynames/decades/names1900s.html

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