Heirat in den USA – so funktioniert die Anerkennung in Deutschland

In den vergangenen Beiträgen gab es ja bereits viele Tipps rund um das Thema Heiraten zwischen europäischen und amerikanischen Paaren. Neben einer umfangreichen Übersicht der notwendigen Unterlagen gab es auch Informationen darüber, ob diese Ehe auch in Deutschland anerkannt ist. Hier nun noch ein paar kleine Tipps, damit mit der Anmeldung und Anerkennung der Ehe auch in Deutschland alles auf der sicheren Seite ist.

GreenCard Gewinnerstimme von Lilian aus Hamburg

Die Liebe geht ja bekanntlich die verrücktesten Wege. So ist es heute auch keine Seltenheit mehr, dass sich Paare aus aller Welt und zu Weilen auch von zwei unterschiedlichen Kontinenten ineinander verlieben und durch eine Heirat für immer zusammenbleiben möchten. Wer sich in einen Amerikaner verliebt hat, der entscheidet sich auch häufig dafür, in den USA zu heiraten. Der schönste Tag im Leben wurde lange geplant und es war geradezu wie im Märchen. Nun möchte man diese Ehe natürlich auch in seiner eigenen Heimat, wie beispielsweise Deutschland, anmelden, damit sie auch dort rechtsgültig ist.

In Amerika ist der Aufwand, den man betreiben muss, um alle notwendigen Papiere für eine Hochzeit wie etwa die Hochzeitslizenz oder die Apostille vergleichsweise einfach. Die Apostille ist hierbei besonders wichtig, wenn man die Heirat auch in einem anderen Land anerkennen möchte. In Deutschland hingegen weiß man ja, dass die Behörden hier für jede noch so kleine Sache eine Unmenge an Dokumenten brauchen. Warum sollte dies bei der Anerkennung der Ehe anders sein.

Direkt nach der Hochzeit sollte man noch in den USA beim zuständigen Konsulat die Heiratsurkunde und die Apostille beantragen. Diese Dokumente werden dann einige Wochen später per Post zugesendet. Hat man diese erhalten, kann es nun an die Anerkennung der Ehe in Deutschland gehen. Dazu sollte man als ersten Schritt erst einmal Kontakt mit dem zuständigen Standesamt in Deutschland aufnehmen. Dies wäre dann in diesem Fall die jeweilige Gemeinde, aus der der deutsche Partner gebürtig stammt. Diese Behörde benötigt für die schnelle Bearbeitung der Anerkennung nicht nur die Heiratsurkunde und die Apostille, sondern auch eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister, welche man beim Standesamt des jeweiligen Geburtsortes bekommt, sowie eine beglaubigte Übersetzung der amerikanischen Heiratsurkunde und der Apostille. Die Übersetzung der Heiratsurkunde und der Apostille kann von einem Übersetzer übernommen werden. Man sollte jedoch schauen, dass dieser auch die geeignete Zulassung hat, um solch wichtige Dokumente übersetzen und beglaubigen zu dürfen. Der Preis für diese Übersetzung kann in etwa 50 Euro betragen.

Sind alle Unterlagen vorhanden, kann man sich nun auf dem Weg zum zuständigen Standesamt machen. Das jeweilige Standesamt schickt alle Unterlagen nach Berlin, wo sich die Hauptstelle für die Anerkennung und die Beurkundung befindet. Einige Wochen später kann man die Unterlagen dann beim heimatlichen Standesamt abholen. Der Preis für die Beantragung liegt bei rund 80 Euro. Wer möchte, kann darüber hinaus für 10 Euro noch eine zusätzliche deutsche Eheurkunde bekommen. Darüber hinaus gibt es auch 2 Meldebestätigungen. Eine davon schickt das Standesamt gleich ans Einwohnermeldeamt, die andere bekommt man selbst. Diese ist wichtig, da die anerkannte Eheschließung auch noch bei anderen Behörden gemeldet werden muss, die neben den Eheurkunden auch die Meldebestätigungen brauchen.

Die wichtigsten Behörden und Institutionen für die Meldung einer USA-Ehe

Wie ja bereits erwähnt ist die Bürokratie in Deutschland umfangreich. So wollen im Falle einer Anerkennung nicht nur das Standesamt und die Meldebehörde Bescheid wissen. Es gibt noch einige weitere Behörden, für die das wichtig ist. Hier eine kleine Übersicht, wer noch alles über die Namens- und Adressänderung Bescheid wissen muss:

Einwohnermeldeamt (Personalausweis und Reisepass)

KFZ Zulassungsstelle (Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II)

Finanzamt (Lohnsteuerkarte: Änderung des Namens und der Lohnsteuerklasse)

Krankenkasse

Rentenversicherung

Sparkasse / Bank

Arbeitgeber

Führerscheinstelle

Telefonanbieter

Gebühreneinzugszentrale (GEZ)

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