Herbert Clark Hoover

Regierungszeit: 1929-1933

Herbert Hoover (1874-1964) 

Herbert Clark Hoover amtierte als 31. Präsident der Vereinigten Staaten.

Hoover wurde in West Branch, Iowa geboren, hatte Vorfahren aus Deutschland und der Schweiz und wuchs in einer Quäker-Familie auf.

Er machte an der neu gegründeten Stanford Universität seinen Abschluss als Bergbauingenieur und war daraufhin in diesem Beruf neben den USA in Australien und China tätig. Im Jahr 1901 wurde Hoover Gesellschafter einer Londoner Bergbaufirma und sieben Jahre später gründete er erfolgreich sein eigenes Unternehmen und machte damit ein Vermögen.

Während des Ersten Weltkriegs war Hoover in London als Vorsitzender des Hilfswerks für Belgien und als Organisator der amerikanischen Lebensmittelversorgung tätig. Nach Kriegsende leitete er die Hilfsorganisation "American Relief Administration", die sich um Lebensmittellieferungen nach Europa kümmerte.

Von 1921 bis 1928 wurde Hoover als Handelsminister in die US-Regierung berufen.

Ehefrau: Lou Henry (1875-1944), Hochzeit am 10. Februar 1899

Kinder: Herbert Clark Hoover (1903-1969), Allan Henry Hoover (1907-1993)

Beruf: Bergbauingenieur

Parteizugehörigkeit: Republikaner

Präsidentengehalt: USD 75.000/Jahr

Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 1928:

   Wählerstimmen  Wahlmänner
 Herbert C. Hoover  21.391.993  444
 Alfred E. Smith  15.016.169  87

Vizepräsident: Charles Curtis (1929-1933)

Regierungszeit (1929-1933):
Nachdem Hoover als Wirtschaftsminister erfolgreich die Expansion des amerikanischen Außenhandels vorantrieb, gewann er im Jahr 1928 den Präsidentschaftswahlkampf.

Hoover unterschätzte jedoch die Probleme der Weltwirtschaftskrise und leitete die notwendigen Staatsinterventionen zur Stabilisierung der Wirtschaft nur zögerlich ein. Hoover versuchte z. B. die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 1931 mithilfe des sogenannten "Hoover-Moratoriums", welches einen einjährigen Aufschub aller zwischenstaatlichen Schuldenzahlungen einräumte, zu entschärfen. Durch das Scheitern seiner Wirtschaftspolitik bereitete er in der Öffentlichkeit allerdings die Wende für eine Stärkung des Staates vor.

Auf außenpolitischer Ebene engagierte sich Hoover für eine "Politik der guten Nachbarschaft" gegenüber Lateinamerika.

Nach seinem Ausscheiden aus dem höchsten politischen Amt war Hoover weiterhin politisch aktiv und konnte dank einiger erfolgreicher Reformen, die er entwickelte, sein früheres Ansehen wiederherstellen.

Im stolzen Alter von 90 Jahren starb Herbert C. Hoover am 20. Oktober 1964 an Darmkrebs in New York City.

Interessantes:
Hoover war der zweite Linkshänder unter den US-Präsidenten.

"America - a great social and economic experiment, noble in motive and far-reaching in purpose." (Herbert Clark Hoover)

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