Yellowstone Nationalpark - ein kleines Paradies für Bären

Der Yellowstone-Nationalpark liegt zum großen Teil im Bundesstaat Wyoming. Darüber hinaus liegen kleinere Teile auch in Montana und Idaho. Mit 8987 km² Fläche gehört der Park zu den größten Nationalparks Amerikas. Die Gründung des Yellowstone Nationalparks wurde am 1. März des Jahres 1872 begangen. Damit ist der bekannte Park zugleich auch der älteste Nationalpark auf der ganzen Welt. Seinen Namen verdankt der Yellowstone Park dem Yellowstone River, der sich durch weite Teile des Parks zieht. Darüber hinaus ist der herrliche Park auch für seine zahlreichen heißen Quellen, Geysire und andere Formationen bekannt. Auch die Flora und Fauna ist im Park zahlreich vertreten. Ganz besonders häufig kann man hier Grizzlys, Bisons und Wölfe erleben. Vielen Menschen dürfte der Yellowstone Park auch aus dem Fernsehen bekannt sein. Dort ist der Park das Zuhause des Bären Yogi, der mit Leidenschaft den Besuchern des Parks die Picknickkörbe wegschnappt. Seit 1978 ist der Park auch ein Weltnaturerbe der UNESCO.

Die Geschichte des Parks

Wie viele andere Parks der USA wurde auch der Yellowstone Nationalpark von Indianern besiedelt. Die Spuren vieler Indianerstämme lassen sich bis heute in einem Zeitraum von über 11.000 Jahren nachweisen. Um 1807durchquerte mit dem Trapper John Colters auch der erste weiße Siedler das Gebiet um den heutigen Park. Durch das reiche Vorkommen an Stein und anderen Rohstoffen stellten die Indianer verschiedene Werkzeuge, Geschirr und Waffen her und vertreiben diese auf Handlungswegen mit anderen Indianern. Bevor das Gebiet um 1859 durch eine Expeditionstruppe genauer erforscht wurde, interessierte man sich nicht sonderlich für die Schilderungen anderer Siedler, die das Gebiet bereits vorher durchquert hatten. Die Expedition scheiterte jedoch am Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs. Erst zehn Jahre später gelang es einer anderen Expeditionsgruppe das Gebiet erfolgreich zu untersuchen. Anders als die vorangegangen Berichte wurden die Schilderungen über die neue Expedition durch den heutigen Park mit Begeisterung gelesen. Dies führte auch dazu, dass im Laufe der Jahre weitere Erforschungen des Gebiets erfolgten. Wie viele andere Parks kamen auch in dem Yellowstone Park viele Siedler, Goldgräber und Indianer, um sich dort anzusiedeln. Da sich aber im Laufe der Jahrhunderte eine blühende und lebendige Flora und Fauna im Park ansiedelte, wurde darüber beraten das Gebiet für die Nachwelt unter einen besonderen Schutz zu stellen. So wurde um 1872 ein Gesetz erlassen, was es Goldgräbern, Siedlern und Trappern untersagte, die empfindliche Natur des Gebietes zu stören. Am 1. März 1872 unterschrieb der damalige Präsident Grant dieses Gesetz und gründete damit den ersten Nationalpark der Welt. Seit 1880 leben auch keine Indianer mehr im heutigen Park, sodass alle Teile für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Die Flora und Fauna

Wer den Park besucht, kann hier besonders viel Nadelwald mit unterschiedlichen Kiefern, Fichten und Espen entdecken. Der restliche Park besteht darüber hinaus aus vielen Wiesen und Flüssen. In den niedrigen Lagen wird der Park eher von einer Wüsten-Steppe mit Gräsern dominiert. Insgesamt gibt es im Park 186 bekannte Flechten- und rund 2.000 Pflanzenarten, zu denen auch 12 Baumarten, 60 Wildblumenarten und 12 Orchideenarten gehören.

Auch die Tierwelt ist im Yellowstone Nationalpark reichlich vertreten. Bei einem Spaziergang können die Besucher hier Bären, Gabelböcke, Maultierhirsche, Pumas, Luchse, Dickhornschafe, Schneeziegen, Wapitis, Elche, Fledermäuse, Wölfe, Kojoten, Streifenhörnchen, Grauhörnchen, Silberdachse, Biber, Murmeltiere und verschiedene Reptilien in freier Wildbahn bewundern. Darüber hinaus leben auch 18 Fischarten, darunter die Yellowstone-Cutthroat-Forelle und 318 Vogelarten hier. Mit etwas Glück kann man auch Weißkopfseeadler und Habichte sehen.

Besonderheiten für Besucher

Wer den Park besuchen möchte, der hat gleich mehrere Möglichkeiten. Vom Norden her führen Livingston und Gardiner, vom Nordosten Red Lodge und Cooke City, vom Osten Cody, vom Süden Jackson und vom Westen Idaho Falls und West Yellowstone direkt zum Park. Bereits auf diesem Weg kommen die Besucher an zahlreichen Bergen, Wiesen, Tälern, Seen, Flüssen, heißen Quellen, einem Canyon und Geysiren vorbei, die alle zum Park gehören. Innerhalb des Parks können die Besucher zahlreiche Freizeitaktivitäten nachgehen. Ob wandern; Bergsteigen; Kajakfahren; Angeln, Tierbeobachtungen oder Reiten - für jeden ist etwas Passendes dabei. Wer sich über die Geschichte, zur Flora und Fauna, zur Geologie, zu individuellen oder geführten Wanderungen oder zu weiteren Aktivitätsmöglichkeiten informieren möchte, der sollte das Besucherzentrum besichtigen. Des Weiteren können die Besucher auch Museen über Vögel und Wildtiere im Yellowstone in Fishing Bridge, über Geschichte und Wildtiere in Mammoth Hot Springs, über Geologie und thermische Objekte und über Nationalpark-Ranger in Norris besuchen. Hotels und Hütten zum Übernachten vor Ort gibt es in den Orten Mammoth Hot Springs im Mammoth Country; Tower-Roosevelt im Roosevelt Country; Canyon Village im Canyon Country; Lake Village und Grant Village im Lake Country und im Old Faithful im Geysir Country. Darüber hinaus gibt es im Park elf Campingplätze. Die Hauptsaison geht von Anfang Mai bis Ende Oktober. Von Mitte Juni bis Ende August können alle Einrichtungen besichtigt werden.