West Virginia – The Mountain State

Neben Virginia gehört auch der Bundesstaat West Virginia zu den Südstaaten. Der Staat hat eine Gesamtfläche von 62.755 km² und rund 1,9 Millionen Einwohner. Er liegt in der östlichen Region des Landes Hier besteht die Besonderheit, dass er von den Appalachen umgeben ist: Dies bringt es mit sich, dass West Virginia der einzige Bundesstaat von Amerika ist, welcher sich in einer Gebirgskette befindet. So ist es dann auch nicht weiter erstaunlich, dass dieser Staat als Spitznamen „The Mountian State“ hat. Zu seinen Nachbarn gehören im Norden die Bundesstaaten Pennsylvania und Ohio, im Osten der Bundesstaat Maryland, im Westen der Bundesstaat Kentucky und im Süden der Bundesstaat Virginia. Die Hauptstadt von West Virginia ist Charleston.

Bis heute hat West Virginia seinen Charme und seinen Status als Bergbaustaat behalten. Einst gab es hier zahlreiche große Waldflächen, die im Laufe der Jahre jedoch immer dünner wurden. Seit einigen Jahren beginnt man nun West Virginia wieder grüner und waldreicher zu werden. Aber auch wirtschaftlich hat sich in West Virginia viel getan. Zu den besonderen Wirtschaftsgütern gehören heute der Kohlebergbau und der Tourismus.

Die Geschichte von West Virginia

Der heutige Bundesstaat West Virginia war einst ein Teil des Bundesstaates Virginia. Da es auf Seiten der Regierung jedoch zu unterschiedlichen Ansichten über politische Dinge, wie etwa der Sklaverei kam, trennte sich West Virginia von Virginia und strebte an eine eigenständige Kolonie zu werden. Zu Zeiten des Amerikanischen Bürgerkrieges trat West Virginia aus der Union aus. Am 27. April 1861 trennte sich West Virginia endgültig von Virginia. Dies führte politisch jedoch auch dazu, das der Bundesstaat Virginia, auf Grund der Tatsache, dass West Virginia seinen Regierungssitz in Alexandria aufschlug, nun zwei Parlamente hatte. Ein Parlament welches den Anschluss an die Konföderation beschlossen hatte und ein zweites, das der Union beitrat und damit auf der Seite der Nordstaaten stand.

Aber laut der Verfassung des Landes ist es nicht erlaubt, einen Teil eines Staatsgebiets in die Union aufzunehmen, ohne dass jener Staat dazu seine Zustimmung erteilt. Diese Zustimmung kam am 13. Mai 1862, so dass dies auch mit der Verfassung formal ging. Da im zweiten Parlament fast nur Delegierte aus West Virginia saßen, hatte auch Abraham Lincoln Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Aufnahme West Virginias in die Union. Diese wurden aber alleine schon aus Gründen der Strategie während des Krieges zwischen den Nord- und den Südstaaten nicht weiter beachtet. Während des Krieges war West Virginia immer wieder Schauplatz verschiedener Schlachten.

Im Jahre 1870, nach dem Ende des Krieges und nach dem Virginia wieder Mitglied in der Union war, setzte der oberste Gerichtshof die Rechtmäßigkeit der Trennung von West Virginias in einem Urteil über die Zugehörigkeit zweier Countys zu West Virginia voraus.

Nach dem Krieg entwickelte sich im eigenständigen Staat West Virginia auch der Kohlebergbau kräftig weiter. Im 19. Jahrhundert gingen die Kohlenbergbau-Unternehmen dazu über eine Company Town zu bilden. Die Arbeiter bekamen Lohn, mussten diesen aber in Geschäften der Kohleunternehmen für Essen und Unterkunft bezahlen. Darüber hinaus gingen die Unternehmen dazu über, die Löhne immer weiter zu mindern. Dies führte im Laufe der Zeit zu schweren Arbeitskämpfen. Hierbei wurden die Gewerkschaften der Arbeiter gewaltsam durch das Militär bekämpft.

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