Hawaii - Jenseits von Waikiki Beach

Sonne, Palmen und Traumstrände auf Hawaii

Das Hawaiihemd im Gepäck und den Sonnenschutz obendrauf- es kann nur Richtung Hawaii gehen. Die einzelnen Inseln vor der Westküste Amerikas haben ihren Besuchern einiges zu bieten. Neben tollen Spots mit einzigartigen Wellen zum Surfen wie z.B. in Laniakea auf Ohahu und vulkanähnlichen Landschaften für Wandertouren, gibt es Entspannung pur an traumhaften Stränden.

Blaues meer, blauer Himmel - MauiDie Inselgruppe im Pazifik, die aus acht größeren und 130 kleinen bis winzigen Inseln besteht, ist der Inbegriff von paradiesischen Zuständen: endlose Palmenstrände, tropische Regenwälder, leuchtende Blütenmeere, aber auch dampfende Vulkane und Lava, die sich zischend ins Meer ergießt. Die Bewohner sind eine fröhliche Mischung aus Polynesiern, Europäern, Amerikanern, Samoanern, Philippinos, Japanern und Chinesen – der sog. "Meltingpot" schlägt also auch hier zu. 

Hawaii - einmaliges ErlebnisEntdecken kann diese himmlische Welt aber nur, wer den lauten Trubel von Waikiki Beach, den viel besuchten Strand vor den Hochhäusern von Honululu auf Oahu, hinter sich lässt und eine der ruhigeren, vom Tourismus nicht ganz so belagerten Inseln aufsucht.

Maui, die zweitgrößte Insel des Archipels, ist so eine stille Oase. Im grünen Norden wuchern diverse Agaven-Sorten, auf Öko-Farmen werden Ananas, Papayas, Bananen, Äpfel, Mangos und Passionsfrüchte angebaut. Der trockenere Süden ist das Land exklusiver Golfplätze, teurer Anwesen und traumhafter Sandstrände. Von Maalaea starten Segel-Törns zum farbenprächtigen Molokini-Atoll, einem Schnorchel-Eldorado vor Mauis Südküste.

Ein einmaliges Erlebnis ist der Sonnenaufgang auf dem 3055 Meter hohen Haleakala Crater. Nach rund zweistündiger Fahrt von Lahaina über Kahului und den Haleakala Highway präsentiert sich die atemberaubende Lavalandschaft des Nationalparks in feurigem Rot und Orange. Unser Tipp: Fahren Sie nach dem Farbspektakel nicht gleich ins Hotel zurück, sondern gönnen Sie sich einen Blick vom Red Hill – 200 Kilometer weit – bis hinunter zur Küste und eine Wanderung oder organisierte Radtour durch den 800 Meter tiefen und 12 Kilometer breiten Krater – warme Jacke nicht vergessen!

Hawaii - Auf den Spuren der Natur

Das verträumte, ländliche Molokai ist die wohl ursprünglichste Insel Hawaiis. Nur 100.000 der jährlich sieben Millionen Hawaii-Besucher gelangen auf das 60 Kilometer lange und 15 Kilometer schmale Eiland. Es gibt nur drei Hotels, nicht einmal einen „McDonald’s“ und nur eine einzige Ampel (in Kaunakakai). Dereinst sollen die Götter den Menschen auf Molokai den Hula-Tanz beigebracht haben. 

Attraktion der Insel ist ihre Natur: die Moaula Falls, die sich inmitten von üppig grünem Regenwald 75 Meter tief in einen kleinen Teich hinabstürzen, die 1000 Meter hohen Klippen des Palaau State Park an der Nordküste und der Wildlife Park der Molokai Ranch mit Zebras, Giraffen und Antilopen. In dem Öko-Zeltcamp der Ranch fühlt man sich wie in den Wilden Westen versetzt. Hawaii Vulkan

Deftige Mahlzeiten werden an rustikalen Holztischen unter freiem Himmel gegessen, während der singende Koch von der Gitarre begleitet wird. Morgens starten Mountainbiking-, Kanu- oder Reittouren in die braunen Hügelketten und endlosen Rinderweiden der Umgebung. Nichts für empfindsame Seelen: der Kalaupapa National Historical Park, eine ehemalige Lepra-Siedlung. 

Auf Big Island, der größten Hawaii-Insel, ist man dem Erdinnern ganz nah. In dem rund 93.000 Hektar großen Hawaii Volcanoes National Park bilden riesige Lavafelder, Vulkankrater und Aschekegel eine urweltliche Landschaft. Aus Spalten am Kraterrand des fast ständig aktiven Kilauea-Vulkans entweichen zischend Schwefeldämpfe. Die Besucherwege führen an roten und schwarzen Lavaströmen vorbei, in alte Lavatunnel hinein und vor bizarren Felswänden entlang. Mit etwas Glück kann man die fließende Lava beobachten. Nur wenige Kilometer entfernt, wachsen Kaffee, Papayas, Mangos, Bananen und Kokosnüsse in den Vorgärten der Hauptstadt Hilo. 

Geschenke unterm Palmenzweig

Irgendwie will das Bild nicht so recht passen: Ein Weihnachtsmann in roter Robe und mit weißem Rauschebart sitzt in einem polynesischen Kanu, hat die Hosenbeine hochgerollt und lässt die Beine in die blauen Fluten des Pazifik baumeln. Im Boot eine Hand voll glutäugiger Hula-Schönheiten, die lachend der johlenden Menge am Strand von Waikiki zuwinken und lauthals „Mele Kalikimaka“ – Fröhliche Weihnachten – rufen.

Von Besinnlichkeit und Kerzenschein- Idylle ist auf Hawaii im Dezember nichts zu spüren. Bei 26 Grad im Schatten herrscht überall Party-Stimmung. Mit großem Hallo wird jedes Jahr am 1. Dezember die Treelight Ceremony mit 250.000 Lichtern an Palmen und Weihnachtsbäumen auf Maui gefeiert. Kunterbunte Weihnachtsparaden ziehen über alle Inseln. Zu den größten gehören u.a. die Waimea Christmas Parade auf Big Island, die Kaimuki Weihnachtsparade auf Oahu und die Waimea Lighted Christmas Parade auf Kauai.Weihnachten auf Hawaii

Winterfreuden sind in dem sonnenverwöhnten 50. US-Bundesstaat jedoch rar gesät: Schnee fällt höchstens mal auf den über 4000 Meter hohen Vulkanen von Big Island oder auf dem Puu Ulaula (3055 m) auf Maui. Rentiere und Schlitten sind unbekannt. Ja, eigentlich gibt es auch keine Weihnachtsbäume – die Tannen werden in großen Kühlcontainern eigens die fast 4000 Kilometer vom amerikanischen Festland herübergeflogen. Teilweise werden allerdings auch schon vor Ort Tannen angepflanzt.

In Sachen Weihnachtsmenü steht Hawaii europäischen Traditionen allerdings in nichts nach. Truthahn mit Macadamia-Nuss-Füllung oder „laulau“, in Blätter eingewickeltes Schweinefleisch und Fisch, sind sehr beliebt. Zum Nachtisch gibt es „kulolo“, einen Pudding aus Kokosnusscreme oder Ananas-Kürbis-Kuchen.

Das ist ein Weihnachtsfest ganz nach unserem Geschmack, also ab in die Sonne dieses Jahr! 


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