Abenteuer Alaska: Yukon Quest

Das härteste Schlittenhunderennen der Welt

Alaska im Winter: Der Schnee liegt meterhoch, die Flüsse, aus denen im Sommer noch Goldklümpchen gefischt werden, sind zugefroren, die Temperaturen sinken auf 40° Grad unter Null. Ein Wetter, bei dem man seinen ärgsten Feind nicht vor die Tür jagt. Und doch – überall sieht man freudig erregte und lachende Gesichter. Eine Fata Morgana – mitten im Schnee?
  Husky
Mitnichten: Es ist die Zeit des Yukon Quest, des härtesten Hundeschlittenrennens der Welt. Ganz Alaska ist auf den Beinen, wenn das Startkommando immer Anfang Februar in Fairbanks gegeben wird. Die Orte entlang der Rennstrecke haben sogar den roten Teppich ausgerollt. Für die 1600 Kilometer lange Strecke bis ins kanadische Whitehorse werden ungefähr 10 Tage benötigt. Mindestens 30 Hundeschlittenteams melden sich im Schnitt an. 

Der Yukon Quest ist härter als alle anderen Hundeschlittenrennen. Denn nur in drei Orten entlang der zwischen 10 und 20 Tagen dauernden Strecke übernachtet der Hundeschlittenführer, Musher genannt, im Hotelbett. Ansonsten schläft er – auf seinem Schlitten. Die Hunde müssen es sich auf dem eisigen Boden bequem machen. Während des Rennens tragen die Tiere sogar Puschen, um ihre Pfoten vor Verletzungen zu schützen.

Verschnaufpause in Dawson City für Hunde und Besucher

Der Besucher hat es komfortabler: Er kann in Fairbanks oder Whitehorse zwischen Hotels, Motels und Bed & Breakfast-Unterkünften wählen. Oder er kommt bei einem Musher unter, der in diesem Jahr gerade einmal nicht an dem Rennen teilnimmt. Zuschauer sollten die Chance nutzen und nicht nur beim Start oder Ziel des Rennens dabei sein, sondern auch in der alten Goldgräberstadt Dawson City vorbei schauen. Hier haben die Teams die Hälfte der Strecke geschafft und müssen 36 Stunden unterbrechen – sonst halten die Hunde nicht bis zum Ziel durch.

Abenteuerlustige suchen sich einen Beobachtungspunkt fernab der Städte, irgendwo am Streckenverlauf, der ungefähr dem Yukon River folgt, und warten bis die ersten Teams in Sicht kommen: Da, ein kleiner Punkt am Horizont, der langsam größer wird. Man hört die Hunde kläffen und keuchen.

HundeschlittenUnd man hört die lauten Kommandos der Musher. Und selbst mal einen Hundeschlitten fahren? Auch das bieten verschiedene Veranstalter an. Allerdings nur außerhalb des Yukon Quest. Infos gibt es bei den Fremdenverkehrsämtern von Alaska und Kanada.

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