North Carolina - Old North State

Ein besonders bekannter Südstaat ist auch North Carolina. Der Bundesstaat befindet sich an der Südostküste in den USA und ist von zahlreichen Nachbarn umgeben. So reihen sich im Süden die Staaten South Carolina und Georgia, im Westen Tennessee und im Norden der Staat Virginia an die Grenzen von North Carolina. Der Norden des Staates wird darüber hinaus vom Atlantik umsäumt. North Carolina hat eine Gesamtfläche von ca. 139.390 km², bietet rund 9,85 Millionen Menschen ein Heim und verfügt mit der gemäßigten östlichen Küstenregion, dem Niedmontplateau und der kühlen Bergregion der Appalachen gleich über die unterschiedlichsten Klimazonen. Seine Geschichte und so manches Naturkleinod trugen auch im Laufe der Zeit natürlich dazu bei, dass auch North Carolina unter den Einheimischen Spitznamen hat. Besonders bekannt sind Tar Heel State und Old North State. Wirtschaftlich gesehen zeichnet sich der Bundesstaat vor allem durch den Tourismus und den Anbau von Tabak und Baumwolle aus. Darüber hinaus haben in North Carolina auch einige berühmte Personen gelebt oder sind hier geboren. Zu ihnen gehören Joseph Pulitzer, welcher hier am 29. Oktober 1911 verstarb und als Stifter des seit 1917 vergebenen Pulitzerpreises gilt, James K. Polk, Ava Gardner, Tori Amos, Thomas Wolfe und Nicholas Sparks sowie John Coltrane.

Die Geschichte von North Carolina

Die erste Besiedlung durch verschiedene indianische Kulturen rund um das heutige Gebiet von North Carolina geht bis ins 10. Jahrtausend v. Chr. zurück. Ihre Ära reicht in etwa bis ins 15. Jahrhundert hinein. Während sie zu Anfang noch jagten, um zu überleben, machten sie sich im Laufe der Jahrhunderte den Anbau von Lebensmitteln und den Handel mit anderen Stämmen in der Region zunutze.

Um 1524 hatten sich hier die Stämme der Cherokee, Tuscarora, Muskogee, Cheraw, Tutelo und der Catawba niedergelassen. Im Jahre 1584 verlieh Königin Elisabeth I Walter Raleigh eine Charta, um auf dem Gebiet des heutigen North Carolina eine Siedlung zu gründen. Dies geschah im Jahre 1587 mit der Insel Roanoke. Dort wurde am 18. August 1587 die kleine Virginia Dare als erstes Kind englischsprachiger Siedler in der Neuen Welt geboren. 1590 wurde die Siedlung aus nie geklärten Ursachen zerstört. Bis heute ist auch nicht klar, wohin die Bewohner der Siedlung verschwunden sind.

Erst im Jahre 1663 wurde durch das Handeln von König Karl II eine neue Kolonie gegründet. Um den ehemaligen König Karl I zu ehren, bekam die neue Siedlung den Namen Carolina. Bis 1700 hatten, weiße Siedler die südliche Küste besiedelt und dehnten danach weiter nach Jacksonville aus. Im Laufe der Jahre kamen auch immer mehr Siedler in die Region um das heutige Charleston, was am Ende dazu führte, dass sich sowohl im Norden, als auch im Süden Carolinas zwei grundlegend verschiedene Regierungs- und Verwaltungssysteme bildeten. Im Jahre 1729 wurden die beiden Carolinas in die Kronkolonien North Carolina und South Carolina umgewandelt und die Trennung so zementiert. Im Jahr 1705 wurde Bath als erste Stadt in North Carolina gegründet.

Am 12. April 1776 wurde im Kongress der Provinz North Carolina, beschlossen, die Unabhängigkeit von der britischen Krone zu erklären. Während des Unabhängigkeitskrieges blieb North Carolina weitgehend verschont. Nur in den Jahren 1780 und 1781 wurde der Bundesstaat durch zwei wichtige Schlachten gegen die Briten ein wichtiger Kriegsschauplatz. Zwei Jahre später wurde der Vertrag zum Pariser Frieden unterzeichnet und England gab die Kolonie als eigenständigen Staat frei.

Im amerikanischen Bürgerkrieg stand North Carolina nach anfänglichem Zögern auf der Seite der Konföderierten, um die Union daran zu hindern, nach South Carolina einzumarschieren. Im Jahre 1854 mussten sich die Truppen in der Schlacht um Bentoville jedoch der Union geschlagen geben. Nach Kriegsende wurde North Carolina am 4. Juli 1868 wieder in den Staatenbund aufgenommen. Allmählich kam auch wieder die Wirtschaft in Schwung. Neben der Landwirtschaft etablierte sich im Bundesstaat vor allem die Baumwoll- und Textilindustrie. Heute gehört North Carolina zu einer der blühenden Metropolen der Südstaaten.

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