Mr. Burnes wird Bürgermeister von New York!

The Simpsons, die amerikanischen Vorstadthelden in Strumpfhosen

Wer sich wie ich geflissentlich die Simpsons Zeichentrickserie reinzieht, der wird sich ob des gesellschaftskritischen Spiegels über die Lage der amerikanischen Nation hoffentlich schon mal beim Lachen verschluckt haben.

Treffgenau wird dabei im Städtchen Springfield der Finger auf die Wunden gehalten, so zielsicher dass viele gar nicht merken, dass es eigentlich wehtut. Dies soll nun keine Schmähtirade auf mein geliebtes Amerika werden, im Gegenteil! Doch wer die rosarote Brille ablegt, der weiß, dass es hier einiges zu tun gibt!

Mister Burns regiert New York - again!

Doch machen wir einen Brückenschlag aus dem fiktiven Springfield ins reale New York. Der Bösewicht aus der Serie, Mister Burns, wurde heute zum dritten Mal in Folge als Bürgermeister der Megametropole bestätigt.

Mister Burns? Nun, so war der amtierende Bürgermeister Michael Bloomberg auf Plakaten und im Internet präsentiert worden. Ich habe Mike zu Beginn der Wahlveranstaltungen getroffen, an einem Event – hier das Video dazu, und mein damaliger Beitrag:

Bloomberg  vs. Thompson - das Spiel ist entschieden

Er scheute sich nicht davor, an die große Glocke zu hängen, was er alles für die Stadt getan hat. Und nahm auch kein Blatt vor den Mund, was der Kontrahent Bill Thompson alles verbockt habe. Natürlich ist das alles PR-Schlammschlacht, auf die wir nicht näher eingehen.

Ich bin gut, Du bist es nicht - Hochglanzschlagabtausch

Auch die Unterstützung von „ER-wird-es-schon-richten“ Übervater Obama nützte Thompson schlussendlich nicht, um den begehrten Posten für sich zu gewinnen. Für mich eindrücklich ist der Schlagabtausch, den man sich hier liefert. Ohne Netz und doppelten Boden wird immer feste drauf gehauen, und wer am meisten Puste hat macht das Rennen. Bloomberg hat offenbar 10x mal mehr davon im Sack als sein Herausforderer.

Obama und Thompson - dieses mal hat es nicht gerreicht

Bloomberg hat übrigens eine bewegte Geschichte hinter sich. Als langjähriger Demokrat ist er zu den Republikanern übergelaufen, um dann beim nächsten Streich als Parteiloser ins Rennen zu steigen. Sein Vermögen (er gehört zu den 10 reichsten US-Amerikanern und ist der reichste New Yorker) hat er mit dem Finanzsoftware-Unternehmen Bloomberg L.P. erarbeitet, und so kann er auch für einen symbolischen Dollar Gehalt pro Jahr die City regieren.

Herzliche Gratulation, Mister Burns, ehhh… Bloomberg!

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