Mike Pence ist neuer Vizepräsident

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump beginnt nun langsam aber sicher auch die Bildung der neuen Regierung. Der erste Posten ist bereits vergeben. Mike Pence wird neuer Vizepräsident der USA. Er zeichnet sich vor allem durch seine große Politikroutine, gute Verbindungen zum Kongress und eine extrem strapazierfähige Loyalität aus.

Trump und Pence kennen sich seit dem Wahlkampf. Dort war der neue Vizepräsident im Wahlkampfteam der Republikaner tätig. Jedoch gab es hier hin und wieder Meinungsverschiedenheiten über die Details von Kampagnen. Künftig sollten beide an einem Strang ziehen, um die Belange der USA einwandfrei steuern zu können.

Der von Haus aus evangelische Christ mit weit verzweigten Kontakten zum Kongress ist zudem auch ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen Donald Trump und dem erzkonservativen Flügel der Republikaner. Denn dort hat der neue Präsident einen schweren Stand, da ihn viele eher für einen verkappten Linksliberalen halten.

Die Person Mike Pence

Mike Pence wurde als Michael Richard Penceim Jahr 1959 geboren und stammt aus Indiana. Dort wuchs er im Mittelstand auf. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Nach dem Jura Studium arbeitete er zunächst als Anwalt, Experte in einem Institut und Radiomoderator. Danach krempelte er seine berufliche Laufbahn um und wurde als Politiker ins Repräsentantenhaus in Washington gewählt. Dort blieb er zwölf Jahre lang seinem Amt treu. Aus dieser Zeit stammt auch ein weit verzweigtes Netz an Kontakten zu verschiedenen Kongress Abgeordneten. Dies könnte für die künftige Arbeit einige Vorteile bringen. Im Jahr 2012 wurde er zum Gouverneur von Indiana gewählt. Dort traf er so manche Entscheidung, die nicht immer auf Gegenliebe stieß. So trat dank ihm eines der striktesten Anti-Abtreibungsgesetze des Landes in Kraft. Er unterschrieb auch ein Gesetz zur Religionsfreiheit, in dem es unter anderem Geschäften erlaubt war, Homosexuelle nicht zu bedienen. Dieses wurde später jedoch wieder revidiert.

Die neue Regierung

Neben Mike Pence gibt es natürlich weitere Posten im Team um Donald Trump, die noch besetzt werden müssen. Die Kandidaten stehen zwar noch nicht fest, jedoch gibt es einige Favoriten. So könnten etwa Newt Gingrich neuer Außenminister und Sarah Palin neue Innenministerin werden.

Auch der ehemalige Bürgermeister von New York könnte mit von der Partie sein. Trump kann sich Rudy Giuliani als neuen Justizminister vorstellen. Ebenso könnte auch Chris Christie, der Gouverneur des Staates New Jersey ein Amt bekommen. Er ist gleich für mehrerer Posten denkbar, worunter sich auch der des Handelsministers befindet. Jeff Sessions ist seines Zeichens ein Mitglied im Streitkräfteausschuss, was ihm unter Trump den Posten des Verteidigungsministers einbringen könnte. Zu guter Letzt ist da noch Steven Mnuchin. Er war im Wahlkampf Schatzmeister des republikanischen Wahlkampfteams und arbeitete vorher viele Jahre für die Bank Goldmann Sachs. In Trumps Regierung könnte er den Posten des Finanzministers bekleiden.

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