James Earl Carter Jr.

Regierungszeit: 1977-1981

Jimmy Carter (1924-) 

James Earl (Jimmy) Carter Jr. wurde am 1. Oktober 1924 in Plains, Georgia als Sohn eines Farmers und Kaufmanns geboren. Er wuchs in einer Baptistengemeinde auf und engagierte sich aufgrund seines tiefen christlichen Glaubens seit jeher für soziale Reformen und Menschenrechte.

Im Jahr 1943 begann er an der Naval Academy in Annapolis Nuklearphysik zu studieren. Später wurde er technischer Offizier auf einem Atom-U-Boot bei der Navy. Als im Jahr 1953 sein Vater verstarb, kehrte er jedoch in seine Heimat zurück und führte die elterliche Erdnussfarm fort.

Seit Mitte der 1950er Jahre begann er sich politisch zu engagieren, zunächst auf kommunaler Ebene und später als Mitglied der Demokratischen Partei im Senat von Georgia.

Ehefrau: Eleanor Rosalynn Smith (1928-), Hochzeit am 7. Juli 1946

Kinder: John William "Jack" Carter (1947-), James Earl "Chip" Carter III (1950-), Donnel Jeffrey "Jeff" Carter (1952-), Amy Lynn Carter (1967-)

Beruf: Bauer, Beamter

Parteizugehörigkeit: Demokrat

Präsidentengehalt: USD 200.000/Jahr + USD 50.000 Spesen

Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 1976:

   Wählerstimmen
 Wahlmänner
 James E. Carter, Jr.  40.827.394  297
 Gerald R. Ford  39.145.977
 240
 Ronald Reagan    1

Vizepräsidenten: Walter F. Mondale (1977-1981)

Regierungszeit (1977-1981):
Carter konnte die Sympathien der afroamerikanischen und wirtschaftlich schwachen Bevölkerungsschichten gewinnen und aufgrund dieser Wählerstimmen und seiner moralischen Werte - die Niederlage in Vietnam und die Watergate-Affäre waren in den Köpfen der Amerikaner noch sehr präsent - den Präsidentschaftswahlkampf für sich entscheiden.

Carters ließ während seiner Amtszeit u. a. US-Hilfen für Staaten einstellen, die im Verdacht von Menschenrechtsverletzungen standen. Außerdem handelte er die Verträge zur Übergabe des Panama-Kanals ("Torrijos-Carter-Verträge") aus, nach denen der Kanal bis zum Jahr 2000 an Panama zurückzugeben war. Darüber hinaus handelte Carter die SALT II-Verträge (zur nuklearen Rüstungsbegrenzung) mit der damaligen Sowjetunion aus. Darüber hinaus nahmen die Vereinigten Staaten erstmals diplomatische Beziehungen zu China auf.

Innenpolitisch engagierte sich Carter vor allem im Bereich der Energie- und Bildungs- sowie Umweltpolitik. Durch Carters mangelende Entscheidungsstärke im innenpolitischen Bereich - Carter konnte steigenden Ölpreisen und Inflation nichts entgegensetzen - sowie seine Menschenrechtspolitik nach außen fielen die Vereinigten Staaten in eine noch tiefere Wirtschaftskrise. Als die Befreiung der US-Botschaft in Teheran im November 1979 scheiterte, fuhren die Demokraten gegen Ronald Reagan die schwerste Wahlniederlage des 20. Jahrhunderts ein.

Nach seiner Präsidentschaft engagierte sich Carter in friedenserhaltenden und humanitären Projekten weiterhin für die Menschenrechte, was ihm neben einem sehr großen Ansehen im Jahr 2002 den Friedensnobelpreis bescherte.

Interessantes:
Carter war seit Ende des Zweiten Weltkrieges der einzige Präsident der Vereinigten Staaten, der die USA in keine offene kriegerische Auseinandersetzung verwickelte.

Spitzname: Jimmy

"America did not invent human rights. In a very real sense human rights invented America." (James E. Carter, Jr.)

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