Boston Bruins

Ein Team der "Original Six"

Die Boston Bruins sind eines der erfolgreichsten Eishockey-Teams in den USA. Das US-amerikanische Eishockeyfranchise der National Hockey League besteht nicht nur bereits seit dem Jahr 1924, sondern das Team gehört auch zu den Original-Six Teams der NHL. Der Begriff „Original-Six“ entstand vor langer Zeit, da zwischen den Jahren 1942 und 1967 die sechs Teams die sogenannte „Goldene Ära“ der NHL und somit die gesamte Liga zu diesem Zeitpunkt ausmachten.

Der Sitz der Boston Bruins ist in Boston (Massachusetts). Im TD Garden fühlen sich die Boston Bruins „Zuhause“ und tragen dort entsprechend ihre Heimspiele aus.

Ein interessanter Fakt der Boston Bruins ist, dass diese das erste NHL-Team der Vereinigten Staaten waren und so kann man sagen, dass sie den amerikanischen Eishockey-Traum auch für andere US-Amerikanische Eishockey-Teams geebnet haben.

Geschichte

In den 1930er Jahren, den Anfängen des Teams, musste erst einmal ein passender Name für das Team her, der auch schnell gefunden wurde. So entstand in den 30er Jahren der Name „Bruins“, der für Gerissenheit, Schnelligkeit und Beweglichkeit stehen sollte. Die Teamfarben, bestehend aus gold, schwarz und weiß, bestehen bereits seit dem Jahr 1939. Die Boston Bruins haben in ihrem über 90-jährigen Bestehen bereits einige Höhen und Tiefen erlebt. So zeigten sich die Bruins in den 30er Jahren als ein starkes Team und schafften es 1941 zum dritten Mal den Stanley Cup nachhause zu holen. Ebenso stellte der Spieler Herb Cain mit 82 Scorerpunkten eine neue Bestmarke auf.

Leider konnten die Bruins lange Zeit nicht mehr an ihre anfänglichen Erfolge anknüpfen. Dennoch ließen sich die Bruins nie unterkriegen und feierten in den 40er Jahren ihr 25-jähriges Bestehen, woraus damals das noch heute bekannte „B“ auf den Trikots der Bruins entstand. Da der Vereinsführer der Boston Bruins in dieser Zeit in finanziellen Schwierigkeiten steckte, übernahm Walter A. Brown, der Besitzer der Boston Celtics, ab sofort das Team.

In den 50er Jahren, hatten die Bruins wieder einen kleinen Aufschwung und erreichten die Playoffs ganze 6 Mal. Auch wenn Sie den abschließenden Sieg nicht mit nachhause nehmen konnten, war dies dennoch ein Lichtblick für die Bruins. In den Anfängen der 60er Jahren gab es wieder einige Neugerungen und Rekorde im Team der Bruins. So stellte der Spieler Tommy Williams mit 21 Toren einen neuen Rekord (für einen in den Vereinigten Staaten geborenen Spieler) auf. Ebenso verstarb der Vereinsführer Walter A. Brown 1964, so dass Westen Adams wieder die Führung des Teams übernahm.

Glücklicherweise gaben die Bruins nie auf, so dass sie Ende der 60er Jahre einen Aufschwung erlebten und zeigten, was sie wirklich drauf hatten. Und es hatte sich gelohnt: Nach einigen aufgestellten Rekorden durch Esposito (er brachte es als erster in der Saison auf 100 Punkte) und Bobby Orr (Bestleistungen eines Verteidigers), konnten die Bruins nach 29 Jahren endlich wieder den Stanley Cup nachhause holen. Das Team der Boston Bruins wurde immer stärker, auch wenn sie nicht immer als Gewinner nachhause gehen konnten, stellten Sie mit Top-Spielern immer wieder einzelne Rekorde auf.

Einfluss auf den Erfolg der NFL Boston Bruins

Im Laufe der Jahre wurde das Team immer wieder durch verschiedene Trainer angeführt und auch ein Umbau des Teams sollte immer wieder stattfinden – nicht in jedem Fall zum Vorteil des Teams. 

In den 70er Jahren wurden durch die Bruins zwar keine großen Erfolge gefeiert, dennoch wurden wieder einzelne Rekorde durch Top-Spieler aufgestellt. So erreichte Terry O’Reilly in der Saison 1977/1978 es zum ersten Mal in der Geschichte der NHL unter die Top 10 Scorer. Die 80er Jahre waren geprägt durch neue Spieler, die Top-Leistungen erzielten. So brachte es 1979 Ray Bourque in seiner ersten Saison bei den Bruins auf 65 Punkte. Dies hatte zuvor kein anderer Verteidiger vor ihm in der ersten Saison geschafft. Ebenso holte man in der Saison 1982/1983 einen neuen Torwart zu den Bruins – Pete Peeters.

Das Erstaunliche: Er blieb ungeschlagen in 31 aufeinanderfolgenden Spielen. Dennoch blieben die Bruins in den 80er und 90er Jahren nicht von Rückschlägen verschont. Durch mehreren Ausfällen durch Verletzungen und enttäuschender Leistungen einzelner Spieler, verpassten die Bruins 1996/1997 nach über 30 Jahren das erste Mal die Playoffs. Dennoch gab es in dieser Zeit Hoffnungsträger, die sich mit Rekorden nicht zurück hielten. Dazu zählte beispielsweise auch der Spieler Joé Juneau. Er stellte als Rookie mit 70 Vorlagen einen Rekord auf. Ebenso wurde Jozef Stümpel 1995 als bester europäischer Topscorer der Bruins gekürt. 

Im Jahr 2001/2002 schafften es die Bruins zwar wieder in die Playoffs, dennoch blieben die Erfolge in den nächsten Jahren weiterhin aus. Nachdem in den Anfängen der 2000er die Torhüter immer wieder scheiterten und dadurch mehrere Wechsel stattgefunden hatten, wurde in der Saison 2003/2004 Andrew Raycroft als Hoffnungsträger eingesetzt. Diese Entscheidung war die richtige und so konnte zumindest Andrew Raycroft am Ende der Saison die „Calder Memorial Trophy als bester Rookie der NHL“ für sich gewinnen.

Im Jahr 2004/2005 versuchte der General Manager Mike O’Connell durch einen radikalen Wechsel der Spieler wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Die Abgabe einiger guter Spieler war so wenig nachvollziehbar, dass sich sogar die Medien einschalteten und heftige Kritik an dieser Entscheidung äußerten. Leider stellte sich heraus, dass die Kritik gerechtfertigt war, denn die Boston Bruins verpassten wieder die Playoffs. Diese Fehlentscheidung durch Mike O’Connell blieb natürlich nicht unberührt. So wurde anschließend nicht nur Peter Chiarelli als neuer General Manager verpflichtet, sondern auch die Trainerposition wurde mit Dave Lewis neu besetzt. Das Tief zog sich die nächsten Jahre dennoch erst einmal weiter und erst in der Saison 2008/2009 gab es einen kleinen Hoffnungsschimmer, da die Boston Bruins es nach 20 Jahren das erste Mal wieder in die Eastern Conference geschafft hatten. Hier erreichten sie allerdings auch nur den 3. Platz. 

Das Tief sollte aber nicht mehr von langer Dauer sein. So holten die Boston Bruins 2011 nach 39 Jahren endlich wieder den Stanley Cup nach Boston. Dies war der 6. Stanley Cup der Boston Bruins und so wuchs die Hoffnung aller, dass die durchwachsenden Leistungen der Boston Bruins in den letzten Jahren nun endlich ein Ende haben und sie wieder durchstarten und an alte Erfolge anknüpfen können.

Wissenswertes: 

Gründung: 1924 

Stadion: TD Garden 

Vereinsfarben: Schwarz, Gold, Weiß 

Conference: Eastern Conference 

Division: Atlantic Division 

Cheftrainer: Bruce Cassidy

Stanley Cups (Meisterschaften): 6 

Conferencesiege:

Divisionsiege: 25 

Spitzname: Bruins

(Stand: 10.04.2017)

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