Die erste Rede des neuen Präsidenten

Am vergangenen Wochenende stand die ganze USA Kopf. Am 20. Januar 2017 trat der frisch gewählte Präsident Donald Trump seinen Weg ins Weiße Haus an. Jede Amtseinführung beginnt traditionell mit der Vereidigung des Präsidenten im Kapitol und so gelobte auch Donald Trump, die Verfassung der Vereinigten Staaten zu wahren.

Danach ging der feierliche Akt mit einer Parade für den Präsidenten weiter. Diese führt vom Kapitol zum Weißen Haus und Donald Trump ließ es sich nicht nehmen, die Parade zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn einige Schritte zu Fuß zu gehen. Auch das letzte Stück zum Weißen Haus legte die Familie zu Fuß zurück.

Seine ersten Worte als Präsident

Nach dem Einzug ins Weiße Haus wartete die ganze Nation bereits gespannt auf die erste Rede des Präsidenten vor der Presse. Und Trump ließ sich nicht lumpen. Neben dem derzeit stark diskutierten Thema Russland griff er auch die Medien und sogar den Geheimdienst des Landes an.

Donald Trump ist für so manche Eigenart bekannt. Wen wundert es dann noch, dass er seine erste Pressekonferenz in den Räumen des Trump Towers gibt. Dort herrscht bereits vor der Ankunft des neuen Präsidenten ein reges Treiben. Eine ganze Heerschar von Journalisten versucht die besten Plätze zu erwischen. Da ist jedes Mittel wie schubsen, auf die Füße treten, drängeln oder auch stoßen recht. Man könnte fast meinen, dass hier ein Rudel ausgehungerter Kojoten am Werke wäre. Als Donald Trump schließlich nach einigen Minuten aus dem Fahrstuhl steigt, begrüßt er die Menge mit den Worten: Wie schön bei euch zu sein. Das sehen die Reporter zugleich als stille Aufforderung ihre Fragen durcheinander, übereinander und gegeneinander zu brüllen und dabei wichtigtuerisch mit den Stiften zu winken.

Er zollt der Pressefreiheit großen Respekt

Eines seiner ersten Themen waren zugleich auch die Medien. Er als Präsident habe durchaus großen Respekt für die Pressefreiheit und all die Arbeit der Reporter. Es ändert jedoch nichts daran, dass er diesen nur wenig später auch einen heftigen Gegenwind bot. Seiner Meinung nach wären die neusten Berichterstattungen eine Schande für das ganze Land. Den Sender CNN bezeichnete er gar als Fake News. Darüber hinaus bekamen auch andere Reporter ihr Fett weg. Nicht jeder durfte Donald Trump eine Frage stellen. Damit wolle er vor allem zeigen, wer künftig auch in Sachen Medienberichten das Sagen hat.

Donald Trump und der Geheimdienst

Ein weiteres Thema war auch der derzeit schwelgende Konflikt zwischen Donald Trump und dem Geheimdienst des Landes; dessen Arbeit er scharf kritisiert hatte. Dies ist jedoch genau der falsche Weg, denn gerade der Präsident der Vereinigten Staaten ist auf die Loyalität und die Arbeit der Geheimdienste angewiesen, um die nationale Sicherheit des Landes zu bewahren.

Den Stein ins Rollen brachten Medienberichte einiger führender US Zeitungen. Dort hieß es, dass Russland kompromittierendes Material über Donald Trump habe. Dies wiederum nahmen die vier großen Geheimdienste des Landes so ernst, dass sie sowohl Donald Trump als auch Barack Obama davor warnten. Kurz darauf bestätigte Donald Trump zwar, dass er von den Geheimdiensten eine Zusammenfassung der Russland Dokumente über ihn erhalten hatte, bezeichnet diese aber als Schwachsinn und Fake News. Dies war nach den angeblichen Cyberangriffen Russlands auf die Demokraten während des Wahlkampfes nun bereits das zweite Mal, dass Trump die Arbeit der Geheimdienste als lächerlich abtat.

Der Interessenkonflikt

Die Medien und die Geheimdienste sind jedoch nicht die einzigen Sachen, die Donald Trump schwer im Magen liegen. Während der Rede kommt Trump auch auf die Interessenkonflikte zu sprechen, welche ihm als Konzernchef drohen, wenn er erst einmal Präsident der USA ist. Um jegliche Konflikte zu vermeiden, tritt er die Konzernleitung daher an seine beiden Söhne Donald jr. und Eric ab. Hierzu gebe es auch Verträge, welche in einem Ordner neben dem Rednerpult liegen.

Seine Anwältin erläuterte das ganze Verfahren, welches auch ein Moratorium für neue Deals sowie einen firmeneigenen Ethikberater enthalte. So bliebe der Konzern auch weiterhin in den Händen der Familie Trump.

Am Ende schloss Trump seine erste Pressekonferenz mit den Worten "You're fired.

Proteste gegen Trump

Am Rande der Amtseinführung von Donald Trump kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Selten waren wohl so viele Menschen gegen einen neuen Präsidenten in den USA.

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