Der Stadtteil Financial District

Wer in den Norden von San Francisco fährt, taucht hier in die Geschäftswelt der Stadt ein. Das direkt neben Chinatown gelegene Stadtviertel Financial District, lässt sich ohne Weiteres als die Wall Street von San Francisco bezeichnen. Anders als in Chinatown oder Haight Ashbury, wo eine recht gemütliche Atmosphäre herrscht, geht es im Reich der Finanzen eher hektisch zu. An jeder Ecke lässt sich hier das eilige Treiben der Geschäftsleute an hektischen Wochentagen und ein schneller Lebensrhythmus beobachten. Das Viertel zeichnet sich darüber hinaus auch durch eine Vielzahl von Wolkenkratzern, wie etwa der Bank of America oder der Transamerica Pyramid aus. Es liegt zwischen Grant Street östlich des Union Square, Sacramento Street und Columbus Street, südlich von den Stadtvierteln North Beach und Chinatown und an der Straße The Embercadero. Nach dem Feierabend füllen sich die Bars und Restaurants des Viertels schnell mit Gästen, da sich viele die Happy Hour nicht entgehen lassen wollen.

Viele große Unternehmen, Anwaltskanzleien und Finanzinstitute haben sich im Financial District Viertel niedergelassen. Dazu gehören unter anderem die Firmensitze von Barclays Global Investors, Visa, Wells Fargo Bank, Union Bank of California, Charles Schwab Corporation, GAP, McKessen oder der Federal Reserve Bank der USA.

Die Geschichte des Financial District

Der heutige Financial District Stadtteil war einst das Zentrum europäischer und amerikanischer Siedler unter spanischer und mexikanischer Herrschaft. Nach dem Goldrausch in Kalifornien und der amerikanischen Annektierung erlebte dar Financial District einen schnellen Aufschwung und die Bucht, die einst bis zur Battery Street reichte, wurde bis zur heutigen Straße The Embercadero erweitert. Der Wohlstand der Bürger durch den Goldrausch und ein reger Handel verwandelten das Viertel schnell in das wichtigste Finanzzentrum der Westküste. Dies führte dazu, dass sich zahlreiche Geschäfte und Banken sich in der Umgebung ansiedelten. Im Bereich der Market Street wurden auch die ersten und einzigen Wolkenkratzer der Westküste gebaut.

Das Erdbeben im Jahre 1906 zerstörte weite Teile des Viertels, lediglich die gebauten Wolkenkratzer blieben stehen. Wenig später wurde der Financial District jedoch auch wider aufgebaut. Die Gebäude bekamen jedoch aufgrund des Erdbebens und einer neuen Anordnung wesentlich niedrige Stockwerke. Erst um das Jahr 1950 wurden die Gebäude wieder höher gebaut, als man inzwischen neue Techniken für die Stabilität hoher Häuser erfunden hatte. Bis weit in die achtziger Jahre hinein folgte ein wahrer Wolkenkratzer Boom, welcher auch der damaligen Bürgermeisterin Dianne Feinsten zugeschrieben werden konnte. Dies führte jedoch auch dazu, dass es überall in der Stadt zu Demos gegen solche Bauten kam. Als Folge dessen wurden in der ganzen Stadt sehr strenge Vorschriften für die maximale Bauhöhe eingeführt. Diese Höhenbeschränkungen, ein stetiger Bevölkerungszuwachs und die steigende Nachfrage bei den städtischen Immobilien führte dazu, dass sich das Viertel in Richtung South of Market verlagerte. Diese Verlagerung wiederum führte dazu, dass sich im Laufe der nächsten Jahre neben Bürogebäuden auch immer mehr teure Eigentumswohnungen und Hotels in der Gegend ansiedelten. Zu Ihnen gehören unter anderem das The Paramount, welches mit 40 Stockwerken das höchste Mehrfamilienhaus in San Francisco und der Westküste ist, das Four Seasons Hotel und der Millennium Tower, welcher zurzeit noch im Bau ist.

Die Sehenswürdigkeiten des Financial District

Man mag es zwar kaum glauben, aber Börsen- und Bankgeschäfte sind nicht das Einzige, was der Financial District zu bieten hat. Wer als Besucher einige Stunden durch die schmalen Straßen bummelt, wird schnell von der faszinierenden Architektur belohnt. Hier treffen fast überall historische und moderne Bauten aufeinander. Besonders schön ist dabei die berühmte Transamerica Pyramid. Im Financial District befindet sich auch am Embercadero der Ferry Building Marketplace. Hier warten eine Vielzahl von Gourmetspeisen und ein Bauernmarkt darauf ausprobiert zu werden.

Besucher sollten auch einmal einen Spaziergang durch die Montgomery Street machen. Sie ist als "Wall Street an der Westküste", der Mittelpunkt des Financial District Stadtteils. Neben Cafes und Restaurants gibt es hier auch zahlreiche Einkaufszentren. Die Crocker Galleria, das Ferry Building, das Rincon Center oder das Embercadero Center bieten ein reichhaltiges Warenangebot.

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