Das neue Beraterteam im Weißen Haus

Neben vielen neuen Ministern wird das große Team von Donald Trump auch von einigen wichtigen Beratern ergänzt.

Der führende Berater im Weißen Haus- Jared Kushner

Die meisten Menschen hegen gegenüber ihrer Familie eine große Wertschätzung. Dies ist auch im Fall von Donald Trump nicht anders. Hier haben insbesondere seine Tochter und sein Schwiegersohn Jared Kushner offenbar einen recht großen Einfluss darauf, welche Wahl der künftige Präsident bei der Zusammenstellung seines Teams trifft. So kommt es sicher nicht von ungefähr, dass Jared Kushner demnächst mit seinen 36 Jahren den Posten des führenden Beraters im Weißen Haus übernimmt. Jared Kushner hat in seinem Lebenslauf viele Parallelen zu Donald Trump. So kommt auch er aus der Immobilienbranche, ist Unternehmer und Medienmanager. Im Jahre 2006 kaufte er die Zeitung The New York Observer. Was die Politik angeht, so konnte Kushner bisher noch keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich sammeln.

Der Chefberater – Stephen Bannon

Stephen Bannon wird künftig den Posten des Chefberaters im Weißen Haus innehaben. Diese Entscheidung soll nicht nur von Donald Trump selbst, sondern auch von Jared Kushner getroffen worden sein. Bis ins Jahr 2011 war Stephen Bannen Chef der ultrarechten Nachrichtenseite Breitbart News Network. Hier steht vor allem die Abwehr gegen das gesamte politische Establishment im Vordergrund, zu denen neben den Demokraten auch die Republikaner gehören. Darüber sind für ihn Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus Themen, die er befürwortet. Viele beschreiben Bannon auch als den gefährlichsten politischen Akteur in Amerika. Darüber hinaus ist er auch ein sehr intelligenter Man. Er hat in Harvard studiert, war Marineoffizier, hat im Pentagon gearbeitet und machte eine Karriere als Banker für Goldman Sachs. Im Jahre 2012 gründete Bannon das Government Accountability Institute. Diese Rechercheeinrichtung dient zur Aufklärung von Vetternwirtschaft und Korruption.

Der oberste Berater für die nationale Sicherheit – Michael Flynn

Michael Flynn war jahrelang Drei Sterne General bei der US Armee. Er legte bereits im Wahlkampf gute Worte für Donald Trump vor den Streitkräften ein, der selbst nie Mitglied in der Armee war. Auch Flynn kann man in seiner Wortwahl eher als Hardliner bezeichnen. Während des Wahlkampfes nannte er Präsident Obama einen Lügner, die Justiz als korrupt, und Hillary Clinton verglich er gar mit den Milizen der Terrororganisation Al-Kaida aus Afghanistan. Darüber hinaus hat er auch geteilte Ansichten gegenüber Ausländern und Russland, was nicht überall in der Politik auf Gegenliebe stößt. Donald Trump jedoch scheint damit kein Problem zu haben und will ihn als obersten Berater für die nationale Sicherheit einsetzen.

Der Stabschef im Weißen Haus – Reince Priebus

Priebus war während des Wahlkampfes von Donald Trump einer der führenden Strategen in Sachen Werbekampagnen. Dies brachte ihn am Ende den Erfolg, dass Trump ihn als Stabschef ins Weiße Huas holen will. Dieser Posten gilt als einer der wichtigsten in der amerikanischen Politik - kein Gesetzentwurf, kein Staatsbesuch und kein vertrauliches Gespräch mit dem Präsidenten kommt zustande, ohne dass der Stabschef nicht darüber informiert ist. Sein künftiger Arbeitsplatz ist der West Wing, direkt vor der Tür des Oval Office. Priebus hat zudem jahrelange Erfahrung in der Politik und hat enge Kontakte zur republikanischen Parteiführung, insbesondere zu Paul Ryan.

Der Berater für Regulierungsfragen – Carl Icahn

Carl Icahn ist mit 80 Jahren das älteste Mitglied im künftigen Trump Team. Er ist ein langjähriger Vertrauter Trumps und gilt in der Branche als knallharter Geschäftsmann. Im Weißen Haus ist er künftig als Berater für Regulierungsfragen zuständig, weshalb sein oberstes Ziel vor allem das Big Business ohne Störungen von staatlicher Seite sein dürfte. Seine Karriere begann Icahn einst an der Wall Street und mit Top-Positionen in zahlreichen Unternehmen. Heute ist er Vorsitzender der Icahn Enterprises. Diese Holdinggesellschaft kümmert sich unter anderem um Immobilien und Vermögensverwaltung.

Der Berater für Cybersicherheit – Rudy Giuliani

Rudy Giuliani ist überall in den USA als ehemaliger New Yorker Bürgermeister bekannt. Für Donald Trump war er darüber hinaus en wichtiger Eckpfeiler in dessen Wahlkampf, was ihm nun einen Posten im Weißen Haus und im Team von Donald Trump einbrachte. Giuliani wird ihn im Bereich Internetsicherheit beraten und gemeinsam werden sie in kürzester Zeit einen Aktionsplan gegen Cyberkriminalität erarbeiten. Darüber hinaus soll Giuliani auch Lösungen für neue Abwehrsysteme und Hilfen für die Privatwirtschaft finden. Neben seiner jahrelangen politischen Erfahrung war einst Giuliani auch als Staatsanwalt tätig. Heute leitet er ein Unternehmen, welches sich auf die internationale Sicherheitsberatung spezialisiert hat.

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