Babe Ruth

"The Sultan of Swat"

So mancher denkt bei dem Namen „Babe Ruth“ zuerst an Schokolade. Der Schokoriegel „Baby Ruth“ wurde jedoch offiziell nach der Tochter des US-Präsidenten Grover Cleveland benannt und hat angeblich nichts mit dem legendären Baseballspieler gemein.

George Herman „Babe“ Ruth Jr. war ein US-amerikanischer Baseballspieler deutscher Herkunft und einer der legendärsten Spieler in der Geschichte des Baseballs. Doch wie schaffte es ein kleiner Junge mit deutschen Wurzeln zum Idol einer ganzen Nation zu werden?

Biografie

Babe Ruth Vorfahren väterlicherseits  stammten aus dem heutigen Rheinland-Pfalz und wanderten im 18. Jahrhundert nach Baltimore im US-Bundesstaat Maryland aus. „Babes“ Großvater mütterlicherseits war ebenfalls deutscher Abstammung, weshalb im Elternhaus deutsch gesprochen wurde.

Die Schule sah Babe Ruth kaum von innen. Stattdessen verbrachte er viel Zeit auf der Straße mit Ball spielen und in der Werkstatt seines Großvaters. Seine Eltern arbeiteten viel und lange, so dass sich „Babe“ mit der Zeit zum Kleinkriminellen entwickelte und irgendwann in einem Erziehungsheim landete. Dort wurde ein Priester zu seinem größten Vorbild und zeigte ihm, wie er überschüssige Energie durch Baseball abbauen konnte.

Entdeckt wurde er von dem Besitzer und Manager der Baltimore Orioles, einer Profimannschaft aus den unteren Ligen, als er für eine Schulmannschaft als linkshändiger Pitcher spielte.

Ob es die kindliche Art des damals 19-jährigen war oder aber seine Mannschaftskollegen ihn als den neuen Liebling (engl. „Babe“) des Besitzers Jack Dunn bezeichneten - den Spitznamen „Babe“ wurde Ruth nicht mehr los.

Ruths Verein hatte finanzielle Probleme und verkaufte ihn daraufhin an das Major-League-Team Boston Red Sox. „Babe“ spielte vorerst für die Providence Grays, die den Red Sox angeschlossen waren. Nachdem die Providence Grays danke Babe Ruth die Ligameisterschaft gewannen, spielte er fortan in der obersten Liga.

Zwar gewannen die Boston Red Sox im darauffolgenden Jahr (1915) die Meisterschaft, Babe Ruth Stunde schlug jedoch erst 1916. In diesem Jahr überzeugte er als bester Werfer der Baseballliga und konnte mit den Red Sox den World Series Titel verteidigen. Im Jahr 1919 wechselte Ruth auf die Außenfeldposition, damit er an jedem Spiel teilnehmen konnte - Pitcher pausieren für gewöhnlich um den Wurfarm zu regenerieren. Die Spielposition im Laufe der Karriere zu wechseln war sehr ungewöhnlich. Zudem legte Babe Ruth ordentlich an Gewicht zu. Doch allen Kritikern zum Trotz wurde er immer besser.

Um einen finanziellen Engpass zu überbrücken, verkauften die Red Sox Babe Ruth an die New York Yankees. Der Weggabe von Babe erwies sich als Riesenfehler und ging als „Curse of the Bambino“ in die Baseballgeschichtsbücher ein, da die Boston Red Sox infolgedessen bis 2004 ohne Titel blieben.

Babe Ruth läutete bei den Yankees eine neue Ära ein. Babe spielte nun endgültig als Outfielder und brach einen Rekord nach dem anderen. Er schlug z. B. 54 Home Runs in einer Saison, während die anderen Spieler zur gleichen Zeit bestenfalls 19 Home Runs erzielten. Babe entwickelte sich zum Publikumsmagneten. Bald darauf konnten sich die Yankees den Bau eines eigenen Baseball Stadions leisten. Nicht ohne Grund wurde das Yankee Stadion, das 1923 eröffnet wurde, auf den Spitznamen „The House That Ruth Built“ getauft. Im gleichen Jahr holten sich die Yankees zum ersten Mal den Meisterschaftstitel. Den sportlichen Höhepunkt markierte das Jahr 1927. Das Team der Yankees dominierte die Liga nach Belieben. Babe Ruth glänzte noch bis 1933 mit sportlichen Leistungen bei den Yankees, schwächelte jedoch altersbedingt. Auch ein Wechsel zu den Boston Graves (heutzutage Atlanta Graves) änderte nichts an den schwachen Leistungen, worauf Babe Ruth 1935 seine aktive Sportlerkarriere beendete.

Babe Ruth bleibt unvergessen dafür, dass er als erster Baseball-Spieler 60 Home Runs in einer Saison schlug und bis zum Ende seiner Sportkarriere auf insgesamt 714 Homeruns kam. „Babe“ war außerdem unter den ersten fünf Baseballspielern, die in die Baseball Hall of Fame aufgenommen wurden. Schließlich wird ihm zu Ehren die Nummer 3 bei den New York Yankees nicht mehr vergeben.

Sein Leben wurde mehrfach verfilmt (u. a. „Straßenjagd mit Speedy“ (im Original „Speedy“, 1928) bei dem Babe Ruth sich selbst spielt; der Dokumentarfilm „The Babe Ruth Story“ (1948); „The Babe – Ein amerikanischer Traum“ (im Original „The Babe“, 1992) mit John Goodman in der Hauptrolle).

Voller Name: George Herman Ruth Jr.

Spitznamen: Babe, The Bambino, „The Sultan of Swat”

Größe: 1,88 m

Position: Pitcher und Outfielder

Rückennummer: 3

Baseballteams:

Boston Red Sox (1914–1919)

New York Yankees (1920–1934)

Boston Braves (heutzutage Atlanta Graves)  (1935)

Höchstes Jahresgehalt: 80.000 US-Dollar (1930 und 1931 New York Yankees)

“You just can't beat the person who never gives up.” (Babe Ruth)

(Stand: 10.04.2017)

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